Turniere

Ergebnisse unserer Kämpfer bei Turnieren

Rangliste U15 Ingolstadt – Silber, Silber, Gold

Die Rangliste der U15 in Ingolstadt war die Krönung eines ereignisreichen Wochenendes. Am Samstag noch beim Toni Kraus Gedenkturnier in Altenfurt wie auch zur Graduierung zum Braungurt, holten die Drei von Samurai München am Sonntag Silber, Silber, Gold.

Die Drei vom Siegerpodest: Etienne, Stanislav und Lukas (v.l.)

Ranglistenturniere sind für Samurai München weit mehr als Pflichttermine im Wettkampfkalender. Sie sind das Labor, in dem das Erlernte auf die Probe gestellt wird – unter echten Bedingungen, gegen echte Gegner. Die von Oberbayern initiierten und für alle bayerischen Vereine offenen Turniere bieten genau das: die Möglichkeit, Neues zu erproben, Wettkampfroutine aufzubauen und sich weiterzuentwickeln. Am vergangenen Sonntag war Ingolstadt der Schauplatz – und Samurai München war mit vier Athleten dabei: Vanessa Grau (bis 52 kg), Lukas Schaefer (bis 55 kg), Stanislav(bis 50 kg) und Etienne (bis 34 kg).


Vanessa: Mut zur großen Herausforderung

Respekt gebührt Vanessa, die sich bewusst für die stark besetzte 52-kg-Klasse entschied – ein Feld, in dem auch Kaderathletinnen an den Start gingen. Gleich die erste Begegnung war ein Härtetest der besonderen Art: Paula Weber, eine der stärksten Kämpferinnen des Feldes, ließ Vanessa nach nur 23 Sekunden keine Chance.

Doch Vanessa steckte den Rückschlag weg. Im zweiten Kampf gegen Seraphina Schenn deutete sie an, dass sie auch gestandenen Gegnerinnen gefährlich werden kann – bis ein misslungener Angriff das Gleichgewicht kostete und sie im Haltegriff besiegt wurde. Auch gegen Abigail Keidel vom DJK Ingolstadt war letztlich kein Kraut gewachsen.

Und dennoch: Es war erst Vanessas zweiter offizieller Wettkampf – und Platz 7 gegen dieses Niveau ist alles andere als eine Niederlage. Wer so beginnt, hat Zukunft.


Etienne: Silber nach einem Wettkampf voller Wendungen

Etienne hatte es am Sonntag nicht leicht. Im ersten Kampf gegen Alexander Zeiß vom Post SV Bamberg kassierte er mit drei aufeinanderfolgenden Bestrafungen ein Hansoku-make – eine bittere Entscheidung, die einer Disqualifikation entspricht.

Was dann folgte, war ein Lehrstück in Mentalstärke. Etienne schüttelte den Rückschlag ab, bezwang die Kämpfer aus Ingolstadt und Eichstädt souverän – und plötzlich stand er, punktgleich mit zwei weiteren Athleten, vor dem Kampf der Besten. Dort ließ er Mika Frey, der in der Vorrunde ausgerechnet Zeiß besiegt hatte, mit einem sauberen links angesetzten Hüftwurf nach nur einer Minute keine Chance.

Das Finale gegen Zeiß – diesmal war es anders. Etienne ergriff sofort die Initiative, setzte seine Seoi-otoshi-o-soto-gari-Kombination mehrfach an und brachte den Bamberger sogar einmal auf den Rücken. Die Wertung wurde wegen eines angeblich nicht regelkonformen Knieeinsatzes verweigert. Im Golden Score blieb die entscheidende Wertung aus – und das Kampfgericht entschied per Kinsa-Regelung für Zeiß.

Silber – und das nach einer Achterbahnfahrt, die viele aus der Bahn geworfen hätte. Etienne nicht.


Stanislav: Stark im Bodenkampf, Silber verdient

Stanislav startete an diesem Tag mit einem guten Gefühl – das Einwiegen, am Vortag noch ein Kraftakt, verlief diesmal reibungslos. Und das merkte man ihm an. Seinen ersten Gegner, Lollan Thalgott vom JV Ammerland Münsing, ließ er bereits nach anderthalb Minuten keine Chance.

Gegen Luca Haugwitz (TV Miesbach) und Damian Filonov (DJK Ingolstadt) wurde es zäher – doch Stanislav zeigte dabei, was ihn gerade auszeichnet: ein außerordentlich starker Bodenkampf, das selbst routinierte Gegner in Bedrängnis bringt.

Im letzten Kampf war es ein Moment der Unaufmerksamkeit, der den Unterschied machte. Beim Versuch, aus der Bodenlage aufzustehen, schlug Florian Dengler aus Bad Aibling eiskalt zu – Haltegriff, Sieg. Silber für Stanislav. Mit einer Leistung, die Lust auf mehr macht.


Lukas: Von Graduierung zum Braungurt direkt aufs Podest

Einen Tag zuvor hatte Lukas Schaefer noch seine Graduierung zum Braungurt absolviert – keine kleine Sache. Doch statt Erschöpfung zeigte Lukas am Sonntag das genaue Gegenteil: befreit vom Vorbereitungsstress trat er in der Klasse bis 55 kg auf, als wäre nichts gewesen.

Der erste Kampf gegen Ivan Azarov vom TSV Benediktbeurn-Bichl ließ noch etwas Nervosität erkennen – Azarov holte sich einen Wazari. Doch Lukas wuchs in den Kampf hinein, gewann an Selbstvertrauen und entschied die Begegnung kurz vor Ende mit einem Fußwurf.

Was dann folgte, war beeindruckend. Mohamed Ibrahim vom DJK Eichstädt hatte bei Lukas schlicht keine Chance – nach knapp 40 Sekunden war alles vorbei. Lukas Schaefer gewann das Turnier. Gold – und das direkt nach der Braungurtprüfung.


Ein starker Wettkampftag für Samurai München. Zwei Silbermedaillen, eine goldene, und überall das Gefühl: Da ist noch mehr drin.

Rückkehr nach Altenfurt – Gold und Silber beim Toni-Kraus-Gedenkturnier

Toni-Kraus-Gedenkturnier U15 Ergebnisse.

Turniere, um Erlerntes umzusetzen, gehören zum Pflichtprogramm der Wettkampfförderung. Das Toni-Kraus-Gedenkturnier ist solch eine Veranstaltung. An diesem Wochenende sammelten Etienne und Stanislav dort Erfahrung, Gold und Silber.

Manche Turniere sind mehr als nur Wettkampf. Das Toni-Kraus-Gedenkturnier in Altenfurt ist eines davon. Seit mehreren Jahren richtet der TSV Altenfurt die Veranstaltung zu Ehren von Toni Kraus aus, der 1972 gemeinsam mit ein paar Weggefährten die Judoabteilung des Vereins ins Leben rief. Ein Turnier mit Geschichte – und für Samurai München (wieder) ein Pflichttermin.

Zuletzt waren wir 2023 dabei, damals noch mit der U13. Nun war es Zeit für die Rückkehr – diesmal mit der U15.

Trainingsmaßnahme mit Ernstcharakter

Etienne und Stanislav befinden sich mitten in der Vorbereitung auf die großen Turniere der Saison. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – stand Altenfurt in unserem Wettkampfkalender. Denn was bringt das Training, wenn es nicht irgendwann auf der Matte bewiesen werden muss? Das Toni-Kraus-Turnier bot genau die richtige Bühne: Neuerlerntes unter echtem Wettkampfdruck erproben.

Eine Bewährungsprobe – und beide haben sie bestanden.

Etienne: Der neue Wurf entscheidet

Gleich im ersten Kampf wartete mit Matijy Federov vom TSV Jahn ein starker Gegner. Lange hielten sich die beiden in Schach – bis Etienne kurz vor dem Ende die entscheidende Aktion setzte: ein tief ausgeführter Tai Otoshi, frisch einstudiert, perfekt platziert. Der Wurf saß. Der Kampf war entschieden.

Was folgte, war eine souveräne Vorstellung. Die weiteren Gegner hatten an diesem Tag wenig entgegenzusetzen. Am Ende stand Gold – verdient und eindrucksvoll.

Stanislav: Kämpferherz bis zur Silbermedaille

Auch Stanislav zeigte sich in starker Verfassung. Zwar wollte der neue Wurf an diesem Tag noch nicht so fallen wie erhofft – doch Stanislav ließ sich davon nicht beirren. Mit konsequenter Kampfweise und unbedingtem Siegeswillen kämpfte er sich Runde für Runde nach vorne. Das Ergebnis: Platz 2 und eine verdiente Silbermedaille.

Ein Blick zurück: Altenfurt 2023

Mit Gold und Silber im Gepäck verlief dieses Jahr deutlich erfolgreicher als noch vor drei Jahren. 2023 war das Turnier eine andere Geschichte: Unter 21 Teilnehmern holte Georg Zorev in der U13 den dritten Platz – der einzige Podestplatz des Tages. Jonas Breitbart, Marlon Heydenreich und Lukas Schaefer, der damals noch im Orangegurt antrat, konnten sich nicht platzieren.

Eine Ausnahme bildete David Coloma: Trotz Erkältung lieferte er eine beeindruckende Vorstellung ab und kämpfte sich auf Platz 5 – ein Ergebnis, das unter diesen Umständen fast mehr wert war als eine Medaille.

Altenfurt 2026: Die Reise hat sich gelohnt.

Ludovica dominiert die U13 in Bayern

Mit dem Titel Bayerische Meisterin im Judo setzt Ludovica Sali vom Judoclub Samurai München in der Altersklasse U13 ein deutliches Zeichen ihrer Dominanz. Für ihre drei Finalkämpfe – anfangen bei der Münchner über die Südbayerischen bis zur Bayerischen Meisterschaft benötigte sie jeweils nur knapp 30 Sekunden.

Was Ludovica in dieser Wettkampfsaison der U13 ablieferte, war nichts weniger als eine Machtdemonstration. Vom ersten Kampf auf der Münchner Meisterschaft bis zum letzten auf der Bayerischen war sie schlicht nicht zu stoppen – keine einzige Niederlage, kein einziger Rückschlag.

Dabei weiß man, wie hart der Weg dorthin sein kann. Im vergangenen Jahr musste sie sich auf der Südbayerischen noch mit dem dritten Platz begnügen, bevor sie sich auf der Bayerischen Einzelmeisterschaft letztlich doch noch die Goldmedaille sicherte. Erkämpft, hart und mit Charakter.

Doch was 2025 noch Zittern bedeutete, war 2026 pure Dominanz. So holte sie sich in Mitterfels auf der diesjährigen Südbayerischen überlegen Gold. Und zur Bayerischen am 21. März 2026 in Ingolstadt verwies sie ihre Gegnerinnen allesamt auf die hinteren Plätze.

Am Eindrucksvollsten zeigt sich das in einer schlichten Zahl: Addiert man alle ihre Kampfzeiten von der Münchner bis zur Bayerischen Meisterschaft zusammen, kommt man auf kaum mehr als 6 Minuten. Sechs Minuten, um sämtliche Konkurrentinnen der Gewichtsklasse bis 36 kg in die Schranken zu weisen. Sechs Minuten für dreimal Gold und den Titel Münchner Meisterin.

Liste zur Südbayerischen Einzelmeisterschaft der U13

Liste zur Bayerischen Einzelmeisterschaft der U13

Münchner U13-Meisterschaft im Judo

Acht KämpferInnen, große Momente und eine Münchner Meisterin. Die Bezirks-Meisterschaft der U13 war für uns lehrreich und erfolgreich. Nächster Halt: Südbayerische U13.

Es gehört zur Tradition, etwa eine Woche nach den Faschingsferien die Münchner Meisterin im Judo wie auch den Münchner Meister zu küren – und das in verschiedenen Gewichtsklassen in der Altersgruppe U13. Mit acht Kindern waren wir beim MTV München mittendrin statt nur dabei.

Eines vorweg: Den größten Jubel löste Ludovica aus. Mit scheinbarer Leichtigkeit dominierte sie jeden ihrer Kämpfe und holte sich in der Gewichtsklasse bis 36 kg den Meistertitel – souverän, schnell und ohne jeden Zweifel verdient. In derselben Klasse kämpfte sich Milana mit großer Disziplin auf den Silberrang, und Sofia Krüger lieferte bei ihrem offiziellen Wettkampfdebüt eine starke Vorstellung – Platz 5 beim ersten echten Turnier, das kann sich mehr als sehen lassen!

Trainingsfleiß mit Silber belohnt

Auch bei den Jungs gab es Grund zum Feiern: Justus Heilmann, der als Sparringspartner für Etienne taktisch und technisch gewachsen ist, kämpfte sich mit Bravour bis ins Finale und sicherte sich Silber. Moritz brachte einen beeindruckenden Links-Hüftwurf auf die Matte – in einem Kampf entschied er damit sofort. Die nötige Konstanz, diese Waffe immer abzurufen, wird mit weiterer Wettkampferfahrung kommen. Gleiches gilt für Jonas Brandl, der gegen routiniertere Gegner noch Lehrgeld zahlte, aber wertvolle Erfahrungen mitnimmt.

Rostylav Artyshenko traf in der Klasse bis 40 kg auf ein besonders hartes Teilnehmerfeld – er hielt sich wacker und zeigte, dass mit ihm in Zukunft zu rechnen ist. Emmanuel Harlin, der wie Moritz ebenfalls zu den hervorragenden Linkskämpfern zählt, rundete das Ergebnis mit Platz 7 ab. Im ersten Jahr in der U13 tat er sich mit den größeren Gegnern noch etwa schwer.

Internationales Preisgeld-Turnier : Samurai München behauptet sich in Wien

Zum internationalen Judo-Spektakel, dem Karuna-Preisgeldturnier in Wien reiste Samurai München mit vier KämpferInnen an. Die Bilanz: Bronze für Etienne und spektakuläre Kämpfe.

Wien wurde am vergangenen Wochenende zum Epizentrum des europäischen Jugend-Judos. Das hochkarätig besetzte Karuna Judoturnier lockte die Elite der Nachwuchskämpfer in die österreichische Hauptstadt. Da es sich um ein begehrtes Preisgeldturnier handelte, war das Niveau entsprechend hoch und die Hallenatmosphäre elektrisierend.

Ein Feld der Spitzenklasse

Das Turnier unterstrich seinen internationalen Ruf durch ein beeindruckendes Teilnehmerfeld. Die besten jugendlichen Judokas aus Nationen wie Polen, Serbien, Bulgarien, der Tschechischen Republik, der Ukraine, den Niederlanden, Ungarn und Italien reisten an, um sich mit den Lokalmatadoren aus Österreich zu messen. In dieses Starterfeld schickte Samurai München vier seiner vielversprechendsten Talente auf die Matte: Hannah, Etienne, Stanislav und Andrij.

Mit sehr harten Bandagen wurde in Wien gekämpft – denn Würger, Hebel und Drop-Würfe werden vom Kampfgericht ausdrückloch geduldet.

Die Ergebnisse im Detail

  • Etienne sichert sich Bronze: In einem technisch extrem anspruchsvollen und physisch fordernden Umfeld bewies Etienne Nervenstärke. Er kämpfte sich konsequent durch die Vorrunden und belohnte seine starke Leistung am Ende mit einem hervorragenden 3. Platz. Ein Podiumsplatz bei dieser internationalen Konkurrenz ist ein deutliches Ausrufezeichen.
  • Stanislav dominiert in der Massenbesetzung: Besonders beeindruckend war die Herausforderung für Stanislav. In seiner Gewichtsklasse traten unglaubliche 52 Kämpfer an. Stanislav ließ sich von der schieren Masse nicht beirren und schaffte es, sich über drei Runden gegen internationale Gegner durchzusetzen – eine beachtliche Ausdauerleistung in einem der größten Pools des Turniers.
  • Top-10 Platzierung für Hannah: Auch Hannah zeigte, dass sie zur erweiterten Spitze gehört. In hart umkämpften Duellen sicherte sie sich den 7. Platz und bewies damit, dass Samurai München auch auf internationalem Parkett absolut konkurrenzfähig ist.
  • Andrij sammelt wertvolle Erfahrung: Andrij komplettierte das Team und stellte sich mutig der starken Konkurrenz, was einen wichtigen Baustein für seine weitere sportliche Entwicklung bei Samurai München darstellt.

MeisterIn des Vereins 2025

Pokale, soweit der Blick reicht. Die Vereinsmeisterschaften von Samurai München sind das Highligt für unsere Judokas – immerhin können der Nachwuchs wie auch die Profis dort zeigen, was sie während der Trainings gelernt haben.

Schon die Menge der Pokale, die man auf unserer Vereinsmeisterschaft sich verdienen kann, ist beeindruckend. Jedes Jahr bieten wir die Möglichkeit, in einem internen Turnier erste Wettkampferfahrungen zu sammeln. Und der Spass steht dabei im Vordergrund – neben dem Willen, auch gewinnen zu wollen. Immerhin durfte die ganze Familie, Verwandschaft und Freunde mit dabei sein. Somit war die Halle am 23. November 2025 von 9:30 bis 16:00 bestens besucht.

Dabei hat Yvonne, die wie auch in den Jahren zuvor das Turnier federführend organisiert hat, die Wettkämpfe in drei Zeitzonen aufgeteilt, um die knapp 100 Judoka zügig durchs Turnier zu führen. Gleich zu Beginn waren die Jüngsten am Start, gefolgt von der U11 bis zum Abschluss dann die Jugend um die begehrten Pokale kämpften.

Hohes Niveau schon bei den Minis

Wie professionell dabei schon die Jüngsten – manche Judokas waren erst 4 Jahre alt – ihre Judowürfe ansetzten, zeigten bereits die ersten Begegnungen. In den zwei Minuten, in denen bis zum Ippon gekämpf wurde, zeigten die Kinder alle Techniken, die sie im Laufe der Trainings gelernt haben. Manche gut, manche hervorragend. Mit dem Alter und der Erfahrung stieg dann auch die Qualität der Kämpfe – bis zum Finalkampf unserer aktuellen bayerischen MeisterInnen.

An dieser Stelle gratulieren wir den Vereinsmeistern und den Vereinsmeisterinnen und wünschen eine spannende Wettkampfsaison 2026. Ein besonderer Dank gilt aber auch allen Helfern, die beim Mattenaufbau, bei der Betreuung, beim Kampfrichtern, am Kampfrichtertisch, als Sanitäter und an unserer Kuchen- und Kaffeebar mitgeholfen haben. Vor allem aber auch an Monika, die mit Nähmaschine bewaffnet, wieder Aufnäher angenäht hat.

AdlerCup: Frankfurter Meistersuche

Das internationale Jugendtunier im Judo, der AdlerCup in Frankfurt, gehört zur Königsdisziplin junger Judokämpfer und Kämpferinnen. In diesem Jahr war Samurai München erstmals vor Ort.

Eines der anspruchsvollsten Judoturniere in Deutschland für die Jugend fand am vergangenen Wochenende in Frankfurt am Main statt. Der internationale Adlercup wird heuer in seiner 9. Auflage ausgerichtet und zieht, wie in diesem Jahr, rund 1600 Judokas aus allen Teilen Europas an. Schon im Vorfeld war also klar, dass eine Teilnahme dort enormes Könnes erfordert. In dem sehr starken Umfeld konnte sich Etienne kämpferisch relativ gut behaupten.

So traf er am Samstag in der U13 bis 31 Kg in seiner ersten Begegnung gleich auf Vadim Borodiy vom belgischen Judo Club Ninove, der später bis ins Halbfinale alle Gegner problemlos auf die Matte legte. Da hatte er mit Etienne schon wesentlich größere Probleme. Trotz guter Ansätze, verlor er den Kampf. In seiner zweite Begegnung musste sich Etienne dann gegen Rustam Kolikov, Judo Club Wermelskirchen, durchsetzen, um in der Trostrunde nicht auszuscheiden.

Ärgerliche Entscheidung des Kampfgerichts

Leider scheiterte er, obwohl weil er seinem Gegner überlegen war. Zwar gelang es Kolikow gleich zu Beginn eine Wertung (Wazari) für sich zu erzielen, Etienne aber dominierte danach und erzielt eine kleine Werung (Yuko) und konnte seinen Gegner kurz vor Ende der Kampfzeit noch mit einen Haltegriff kontrollieren. Leider entschied das Kampfgericht im Anschluss, dass der Haltegriff zeitgleich mit Schlusszeichen stattfand und deshalb nicht gewertet wurde. Damit blieb die U13 ohne Erfolg.

Der Samstag zeigte, wie schwierig es noch ist, sich international durchzusetzen – auch als amtierender bayerischer Meister. Der Sonntag sollte in der U15 noch herazsforderner werden. Denn nun musste er in der Gewichtsklasse bis 34 Kg antreten. Obschon Etienne mit nur 30 Kg gegen wesentlich schwerere Gegener antreten musste, konnte ihn der Hamburger Samuel Garzon Jimenez, der später den dritten Platz belegte, erst nach Ende der drei Minuten Kampfzeit und nur durch einen Wazari-Vorsprung besiegen.

Erfolg beginnt im Kopf

Das Etienne sich an diesem Tag derart stark behaupten konnte, lag vor allem an seiner mentalen Stärke, die er rechtzeitig vor dem Kampf abrufen konnte. Das zeigte sich dabei vor allem in der zweiten Runde. Innerhalb einer Minute besiegt er den Niederländer Dominic Kebel (Beueler Judo-Club) mit einem Seoi Nage. Im dritten Kampf allerdings musste er sich dem späteren Dritten, Alexander Deutsch vom JC Bieitgheim, geschlagen geben.

Deutsch zeigte dabei eindrucksvoll, wie viel Kraft vier Kilo Gewichtsunterschied in der Profiklasse ausmacht. Mit einem Griff zog er Etienne zum Soei Nage zur Gegenseite auf sich, und warf ihn bereits sechs Sekunden nach Kampfbeginn auf die Matte

Münchner Meisterschaft der U15

Zwei Münchner MeisterInnen und zwei Münchner Vizemeister im Judo in der U15 – so erfolgreich war die Bilanz vom vergangenen Wochenende für Samurai München.

Münchner Meisterschaften sind für unsere Judokas immer die erste Feuerprobe, um eine reale Einschätzung der Wettkampfqualität zu bekommen. Immerhin sind dort einige der stärksten Nachwuchskämpfer und -kämpferinnen aus Bayern vertreten. Nach dem gelungen U13-Auftakt im Frühjahr, bekam nun die U15 ihre Chance, sich zu behaupten. Von Samurai München waren wir am 21 September mit acht Judokas vor Ort. Um es vorwegzunehmen: Am Ende des Tages stellten wir zwei Münchner MeisterInnen und zwei VizemeisterInnen.

Lobenswert war dabei der Einsatz von Stanislav, dem es erstmals gelang, seinen Angstgegner vom TSV Jahn auf der Matte zu besiegen – auch wenn er im Finale gegen seine Bruder Andriy verlor, der damit Münchner Meister bis 46 Kg wurde. Während die beiden Brüder sich ihren Titel zum Teil sehr schwer erkämpfen mussten, gelang es Hannah überlegen einfach. Professionell und mit einwandfreien Techniken setzte sie sich auch im Finale durch. Mit einem dritten Platz konnte Jinseong Park, der zum ersten Mal an einem Turnier teilnahm, die Münchner U15 beenden.

Starkes 15-Umfeld

Gegen die starke Konkurrenz in den Gewichtsklassen bis 43, bis 50 und bis 55 Kg schafften es Georg Zorev, Leonardo Vanoni und Lukas Schaefer in diesm Jahr nur auf die Plätze fünf, sieben und fernerliefen. Für Georg wäre sicher auch der dritte Platz möglich gewesen, im Zweikampf allerdings verletzte er sich an der Schulter und muss damit das Turnier beenden. Für Etienne, der in der U13 bereits den Bayerischen Meistertitel in der U13 errang, konnte sich in der U15 bis 34 Kg – trotz seiner 30 kg – den zweiten Platz sichern.

Mit diesen Platzierungen haben sich sieben Kinder für die Süddbayerische Meisterschaft qualifiziert.

Nachtrag: Wegen unserer Teilnahme am internationalen BMW-Cup in Leipzig konnten wir zur Südbayerischen U15 nicht antreten. Leider verwehrte man uns damit auch eine Teilnahme an der Bayerischen U15. Trotz mehrfacher Nachfrage und teils geringer Besetzung der Bayerischen und Süddeutschen.

München holt Platz zwei beim René de Smet Pokal

Beim größten bayerischen Jugend-Event im Judo, dem René de Smet-Pokal, holte der Bezirk München Platz zwei. Im Finale verlor die Mannschaft gegen Mittelfranken. Drei Judokas von Samurai München waren dabei.

Für die bayerische Jugend ist der René de Smet-Pokal das wohl prestigeträchtigste Judoturnier im Jahr – inklusive einer fabelhaften und lautstarken Fankultur. Die Besten aus ganz Bayern treten dabei als Mannschaft an, um jeweils für ihren Bezirk den begehrten Titel zu holen. Ein Team besteht dabei aus 16 Kämpfern, die in festgelegten Gewichts- und Altersklassen (U15, U18 und U23) gegeneinander antreten.

Mit einer sehr stark besetzten Mannschaft trat in diesem Jahr der Bezirk München an und erreichte nach sechs Stunden und keiner Niederlage das Finale. Dort allerdings mussten sich die Münchner den Mittelfranken geschlagen geben, die in diesem Jahr ebenfalls sehr stark besetzt waren und damit seit 2016 zum sechsten Mal den Pokal holten. Den René de Smet-Pokal durften die Münchner im Übrigen 2011 zum letzten Mal hochhalten.

Von Samurai München wurden die drei U15-Judokas, Lukas Schaefer (-55 kg), Stanislav und Andrij Khorolskyy (-46 kg) nominiert.

Ergebnisse René de Smet Pokal 2025

TV-Bericht vom 28. Juli 2025 (Ab Minute 6:00 bis 8:50)

Erfolgreiches 15. Vereinsturnier am 9. Juli 2022

Es war ein sensationell erfolgreicher Samstag, der 9. Juli 2022. So haben zum 15. vereinsinternen Judoturnier der Samurai München annähernd 80 Judokas teilgenommen, von denen viele zum Teil hervorragende Judo-techniken zeigten und deshalb auch mit dem 1. Platz belohnt wurden. Zum anderen konnte der von dem Organisationsteam aufgestellte Zeitplan minutengenau eingehalten werden. Das gelang auch dank der Eltern, die ihre Kinder rechtzeitig gebracht und vor Ort betreut haben. Das jährliche Turnier, welches im vergangenen Jahr wegen Corona verschoben werden musste, bot allen Judokas von Samurai die Möglichkeit, sich unter wett-kampfähnlichen Bedingungen auf die bevorstehenden offiziellen Meisterschaften vorzubereiten.

Um eine gerechte Aufteilung der Alters- und Gewichtsgruppen zu gewährleisten, wurden alle TeilnehmerInnen insgesamt 19 Pools zugeordnet. So musste jedes Kind mindestens zweimal antreten und gewinnen, um ganz nach oben aufs Treppchen zu kommen. Die jungen Athletinnen und Athleten traten auf zwei Matten gegenei-nander an. Dort mussten sie je nach Altersklasse mindestens zwei oder aber drei Minuten ihre Judokunst unter Beweis stellen. Manchen gelang dies so gut, dass die Kampfrichter gleich bei der ersten Technik die volle Wertung (Ippon) geben konnten.

Schnellster Sieg nach sieben Sekunden
Erstaunlich war, dass selbst bei den Zwergerln gute Wurftechniken angewandt wurden. So überzeugten etwa Theresa Sali und Etienne Gorini mit abwechslungsreichen Würfen die KampfrichterInnen. Mit einem Tomoe Nage, eine Judotechnik, bei dem der Gegner über einen geworfen wird, indem man sich vor ihm plötzlich hinlegt und sein Bein an die Leiste ansetzt, zeigt beispielsweise Leonardo Vanoni. Die populärste Technik aber an diesem Tag war die große Außensichel. Dabei wird versucht, ein Standbein des Gegners zu sicheln, um ihn dann schräg nach hinten werfen zu können. Nathan Heydenreich beispielsweise benötigte dafür nur sieben Sekunden.

Herausfordernder waren aber die Hüftwürfe. Denn dazu musste man den Gegner derart auf der Matte bewegen, dass man blitzschnell mit der eigenen Hüfte eindreht, um unter dem Schwerpunkt des Gegners zu kommen. Der Partner liegt dann für einen kurzen Moment wie ein Kartoffelsack auf der Hüfte und wird nach vorne abgeworfen. Wie schnell und mit welcher Dynamik dies im Wettkampf geschehen kann, demonstrierte Arthur Risukhin. Der junge Ukrainer gewann damit zwei seiner Kämpfe. Sein älterer Bruder Bohdan konnte im Übrigen auch mit einem 1. Platz das Turnier beenden. Er gewann in der Gruppe unter 18 Jahren ebenfalls mit einer Hüfttechnik und einer Fußtechnik.

Danksagung:

Ein besonderen Dank an dieser Stelle gilt noch folgenden Personen, die mit ihrem Einsatz die Veranstaltung zu einem gelungenen Erlebnis gemacht haben.

• bei Yvonne, Christoph, Andreas und Marion für die Organisation des Turniers und Beschaffung der tol-len Pokale;
• den Kampfrichtern: Yvonne, Roberto, Andreas und Malcom;
• bei den Betreuern des Kampfrichtertisches: Christoph, Ralf, David, Luca, Malcom, Marion;
• unseren Sanitätern Manuel und Ramona, die Gott sei Dank nur kleine Einsätze hatten;
• Katharina, Fabio, Herbert und Andre für die Betreuung der Kinder;
• beim Michi, der wieder fleißig gefilmt und fotografiert hat;
• bei der Kuchentheke Claudia und den beiden Monika‘s
• bei den zahlreichen Eltern die fleißig gebacken haben.


Reihung der Siegerehrungen:


Zwergerl:

bis 15 kg:


• Theresa Sali 1. Platz!
• Mark Tsedik 2. Platz
• Yunes Sraija 2. Platz
• Victoria Luise Guhr 3. Platz


bis 19 kg:

• Etienne Gorini 1. Platz!
• Soufian Sraija 2. Platz
• Jael Joao De Assis: 2. Platz
• Constantin Berriel Albert: 3. Platz


bis 21 kg:

• Petros Papagoudis 1. Platz!
• Friedrich Bogner 2. Platz


bis 23 kg:

• Anton Gloger 1. Platz!
• Lisa Vanoni 2. Platz
• Nazar Frolov 3. Platz


bis 29 kg:

• Bella Schwarz 1. Platz!
• Leya Glauner 2. Platz
• Maggie Bock 3. Platz
• Maksim Adzic 3. Platz


Kinder:

bis 23 kg:

• Ludovica Sali 1. Platz!
• Moritz Richter 2. Platz
• Axel Pretty 3. Platz


bis 24 kg:

• Alexander Fischer 1. Platz!
• Daniel Myers 2. Platz


bis 25 kg:

• Paul Manske 1. Platz!
• Ilias Sraija 2. Platz
• Étienne Bordenave 3. Platz
• Nicolas Pol 3. Platz


bis 26 kg:

• Thomas Ippisch 1. Platz!
• Nathan Heydenreich 2. Platz
• Edward Knott 3. Platz


bis 29 kg:

• Leonardo Vanoni 1. Platz!
• Samuele Pol 2. Platz
• Mathias Moricone 3. Platz
• Tobias Hanisch 3. Platz


bis 31 kg:

• Georg Zorev 1. Platz!
• Philippe Ippisch 2. Platz
• Nathalie Ippisch 3. Platz
• Marcelo Vidalon González Orbegoso 3. Platz
• Leonardo Ender Ramirez 3. Platz


bis 33 kg:

• Mila Welland 1.Platz!
• Aaron Ko 2. Platz
• Amelie Korte 3. Platz
• Nicolas Monogioudis 3. Platz
• Titus Stratmann 3. Platz



bis 34 kg:

• Étienne Chatellard 1. Platz!
• Jonas Breitbart 2. Platz
• Tom Petersen 3. Platz
• Theodore Yemsi 3. Platz


bis 36 kg:

• Valentin Graf 1. Platz!
• Marlene Höppner 2. Platz
• Frieda Geisler 3. Platz


bis 41 kg Pool 1:

• Jessica Oberländer 1. Platz!
• Johanna Besekow 2. Platz
• Joscha Hertrich 3. Platz
• Gkivi Chadzidis 3. Platz


bis 41 kg Pool 2:

• Valentin Graf 1. Platz!
• Marlon Heydenreich 2. Platz
• Isabella Myers 3. Platz


+45 kg (verschiedene Gewichtsklassen):

• Laura Breitbart 1. Platz!
• Melissa Ruhland 2. Platz
• Ben Höppner 3. Platz
• Caroline Drache 3. Platz


Jugendliche (verschiedene Gewichtsklassen):

• Bohdan Risukhin 1. Platz!
• Luca Wunderer 2. Platz
• Ludwig Faulstroh 3. Platz
• Arthur Silberbauer 3. Platz
• Nikitas Konz 3. Platz