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Judo erobert den Königsplatz

Seit Jahren begeistert der Judoverein Samurai München beim Sportfestival der Landeshauptstadt München Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Wo sonst können Kinder den Judosport spontan und in einer so tollen Umgebung ausprobieren.

Der Münchner Judoverein auf dem Sportfestival am Königsplatz
Der Nachwuchs, die Profis und Trainerin Yvonne zeigen auf der Hauptbühne, wie spannend Judo ist.

Würfe, Fallübungen und begeisterte Kinder mitten auf dem Königsplatz, umringt von zahlreichen Zuschauern – so haben unsere Judokas am vergangenen Sonntag, den 5. Juli 2025, wieder gezeigt, warum diese japanische Sportart Kinder und Erwachsene gleichermaßen in ihren Bann zieht. Den ganzen Tag über verwandelten unsere TrainerInnen und Kinder die Matte in eine Bühne voller Action, Technik und purer Begeisterung.

Das Sportfestival der Landeshauptstadt München ist dafür jedes Jahr die perfekte Kulisse. Unter dem Motto „Hinkommen. Mitmachen. Dabei sein. Spaß haben. Sport entdecken.“ verwandelte sich der Königsplatz für einen Tag in ein pulsierendes Sportparadies. Über 70 Sportarten kämpften um die Aufmerksamkeit von rund 30.000 Besucherinnen und Besuchern – und mittendrin: unser Judo.

Volle Matte, volles Programm

Von der ersten bis zur letzten Stunde war auf unserer Matte richtig was los: Kinder, Jugendliche und Erwachsene warfen sich mutig in ihren ersten Judoanzug, ließen sich bei Mitmachaktionen mitreißen, staunten über Technikvorführungen und wagten ihre allerersten Fallübungen. Ob Judo-Neuling mit Lampenfieber oder alter Hase mit jahrelanger Matten-Erfahrung: Hier war für jede und jeden etwas dabei.

Der absolute Höhepunkt des Tages: die große Vorführung auf der Hauptbühne. Hier zeigten unsere jüngsten Talente Seite an Seite mit unseren Profis live, mit welcher Präzision und Eleganz Judo-Technik aussehen kann – ein Moment, der dem Publikum spürbar den Atem raubte.

Strahlende Augen und ein Judo-Diplom zum Mitnehmen

Am meisten berührt hat uns aber etwas anderes: die vielen neugierigen Kinder, die mit leuchtenden Augen auf die Matte liefen, als hätten sie nur auf diesen Moment gewartet. Als Belohnung für ihren Mut gab es ein eigenes „Judo-Diplom“ – samt Einladung zum Probetraining, damit aus dem ersten Funken echte Begeisterung werden kann.

Möglich wurde dieser Tag nur durch den unermüdlichen Einsatz unserer Vereinsmitglieder und freiwilligen Helferinnen und Helfer, die mit Geduld, Energie und ansteckender Begeisterung dafür gesorgt haben, dass alles rundlief. Dafür ein herzliches Dankeschön!

Gemeinsam stark – das ist Judo

Ein großes Lob geht auch an unsere Partner vom Bezirk München, den Bayerischen Judo-Verband und alle beteiligten Vereine. Die Zusammenarbeit hat wieder einmal hervorragend funktioniert – ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie viel unsere Judo-Gemeinschaft bewegen kann, wenn alle an einem Strang ziehen.

Wir hoffen von Herzen, dass alle, die an diesem Tag zum ersten Mal auf der Matte standen, Feuer gefangen haben und Lust bekommen haben, tiefer in diesen faszinierenden Sport einzutauchen. Die ersten Anfragen für Probetrainings sind bereits bei uns eingetrudelt – und wir können es kaum erwarten, bald viele neue Gesichter in unserem Dojo willkommen zu heißen!

Zum Schluss ein herzliches Dankeschön: an das Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München für die Organisation und an alle Besucherinnen und Besucher – ihr habt diesen Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht!

Gold und Silber – heiß erkämpft

Das internationale Messeturnier in Dornbirn, im österreichischen Vorarlberg, verlangte vergangenes Wochenende sehr viel von den knapp 500 teilnehmenden Judokas. Mittendrin in der Gluthitze konnten Hannah und Etienne sich dennoch gegen die starke Konkurrenz durchsetzen.

Österreich hat im Judo für die Jugend immer besondere Momente parat – etwa, wenn nach einem missglückten Schulterwurf der Gegner sofort zum Würgegriff (Shime Waza) ansetzt. Für die U14 im Nachbarland gehört diese Möglichkeit, den Partner zur Aufgabe zu zwingen, zum festen Regelwerk. Die deutschen Wettkampfregeln erlauben dies erst ab der U18. Zur Vorbereitung auf das internationale Messeturnier im österreichischen Dornbirn (Vorarlberg) gehörte deshalb auch das ständige Üben der Würgeabwehr zum täglichen Training – mit Erfolg.

Die Versuche, Hannah wie auch Etienne auf diese Weise zu bezwingen, scheiterten allesamt an der starken Bodenarbeit der beiden. So konnten sie ihre Stärken im Stand ausspielen – und das mit großem Erfolg: Beide waren im Stand derart überlegen, dass manche Begegnungen bereits nach kurzer Zeit entschieden waren.

Außensichel nach wenigen Sekunden

Doch neben den hohen Temperaturen gab es auch anspruchsvolle Gegnerinnen und Gegner. Für Hannah endete die Erfolgsserie im letzten Kampf gegen die starke Schweizerin Olivia Tangl aus St. Gallen Gossau. Die Zeit, sich vom intensiven Duell gegen Maria Büchel vom Judoclub Ruggell zu erholen, reichte einfach nicht. Dennoch war der Tag in Dornbirn für sie sehr erfolgreich: Den Kampf gegen Louisa Beck (St. Gallen Gossau) beispielsweise gewann sie überlegen – innerhalb weniger Sekunden mit einem O-Soto-Gari.

Für Etienne dagegen zogen sich die Siege fast immer über die gesamte Kampfzeit hinaus und darüber. Das Duell gegen Marco Tesic vom TSV Unterhaching etwa entschied er erst nach sechs Minuten per Kampfrichterentscheid für sich. Seine zweite Begegnung gewann er kampflos, da sein Gegner nicht antreten wollte. Der darauffolgende Kampf forderte vom jungen Münchner wieder viel ab. Obschon er die Begegnung in allen Belangen beherrschte, konnte Etienne erst kurz vor Kampfende die entscheidende Wertung erzielen.

Zwei Shido aber ein Yuko

Der härteste Brocken stellte scih ihm im letzten Kampf, mit Rafael Tarabrin vom JSV Speyer, entgegen. Gegen den körperlich überlegenden Tarabin fand Etienne lange kein Rezept und wurde im Verlauf mit zwei Shido bestraft. (eine dritte Strafe hätte die Disqualifikation zur Folge gehabt). Also setzte der Münchner nun alles auf eine Karte – erfolgreich. Nur wenige Sekunden vor Ablauf der Zeit, zwang er Tarabrin mit einer tief angesetzten Außensichel zu Boden.

Weil der Gegner nicht vollständig auf die Seite geworfen wurde, entschied das Kampfgericht auf eine kleine Wertung (Yuko). In den verbleibenden 20 Sekunden drehte der Judoka aus Speyer noch einmal richtig auf, konnte aber keine weitere Wertung mehr erzielen.

Rangliste U15 Ingolstadt – Silber, Silber, Gold

Die Rangliste der U15 in Ingolstadt war die Krönung eines ereignisreichen Wochenendes. Am Samstag noch beim Toni Kraus Gedenkturnier in Altenfurt wie auch zur Graduierung zum Braungurt, holten die Drei von Samurai München am Sonntag Silber, Silber, Gold.

Die Drei vom Siegerpodest: Etienne, Stanislav und Lukas (v.l.)

Ranglistenturniere sind für Samurai München weit mehr als Pflichttermine im Wettkampfkalender. Sie sind das Labor, in dem das Erlernte auf die Probe gestellt wird – unter echten Bedingungen, gegen echte Gegner. Die von Oberbayern initiierten und für alle bayerischen Vereine offenen Turniere bieten genau das: die Möglichkeit, Neues zu erproben, Wettkampfroutine aufzubauen und sich weiterzuentwickeln. Am vergangenen Sonntag war Ingolstadt der Schauplatz – und Samurai München war mit vier Athleten dabei: Vanessa Grau (bis 52 kg), Lukas Schaefer (bis 55 kg), Stanislav(bis 50 kg) und Etienne (bis 34 kg).


Vanessa: Mut zur großen Herausforderung

Respekt gebührt Vanessa, die sich bewusst für die stark besetzte 52-kg-Klasse entschied – ein Feld, in dem auch Kaderathletinnen an den Start gingen. Gleich die erste Begegnung war ein Härtetest der besonderen Art: Paula Weber, eine der stärksten Kämpferinnen des Feldes, ließ Vanessa nach nur 23 Sekunden keine Chance.

Doch Vanessa steckte den Rückschlag weg. Im zweiten Kampf gegen Seraphina Schenn deutete sie an, dass sie auch gestandenen Gegnerinnen gefährlich werden kann – bis ein misslungener Angriff das Gleichgewicht kostete und sie im Haltegriff besiegt wurde. Auch gegen Abigail Keidel vom DJK Ingolstadt war letztlich kein Kraut gewachsen.

Und dennoch: Es war erst Vanessas zweiter offizieller Wettkampf – und Platz 7 gegen dieses Niveau ist alles andere als eine Niederlage. Wer so beginnt, hat Zukunft.


Etienne: Silber nach einem Wettkampf voller Wendungen

Etienne hatte es am Sonntag nicht leicht. Im ersten Kampf gegen Alexander Zeiß vom Post SV Bamberg kassierte er mit drei aufeinanderfolgenden Bestrafungen ein Hansoku-make – eine bittere Entscheidung, die einer Disqualifikation entspricht.

Was dann folgte, war ein Lehrstück in Mentalstärke. Etienne schüttelte den Rückschlag ab, bezwang die Kämpfer aus Ingolstadt und Eichstädt souverän – und plötzlich stand er, punktgleich mit zwei weiteren Athleten, vor dem Kampf der Besten. Dort ließ er Mika Frey, der in der Vorrunde ausgerechnet Zeiß besiegt hatte, mit einem sauberen links angesetzten Hüftwurf nach nur einer Minute keine Chance.

Das Finale gegen Zeiß – diesmal war es anders. Etienne ergriff sofort die Initiative, setzte seine Seoi-otoshi-o-soto-gari-Kombination mehrfach an und brachte den Bamberger sogar einmal auf den Rücken. Die Wertung wurde wegen eines angeblich nicht regelkonformen Knieeinsatzes verweigert. Im Golden Score blieb die entscheidende Wertung aus – und das Kampfgericht entschied per Kinsa-Regelung für Zeiß.

Silber – und das nach einer Achterbahnfahrt, die viele aus der Bahn geworfen hätte. Etienne nicht.


Stanislav: Stark im Bodenkampf, Silber verdient

Stanislav startete an diesem Tag mit einem guten Gefühl – das Einwiegen, am Vortag noch ein Kraftakt, verlief diesmal reibungslos. Und das merkte man ihm an. Seinen ersten Gegner, Lollan Thalgott vom JV Ammerland Münsing, ließ er bereits nach anderthalb Minuten keine Chance.

Gegen Luca Haugwitz (TV Miesbach) und Damian Filonov (DJK Ingolstadt) wurde es zäher – doch Stanislav zeigte dabei, was ihn gerade auszeichnet: ein außerordentlich starker Bodenkampf, das selbst routinierte Gegner in Bedrängnis bringt.

Im letzten Kampf war es ein Moment der Unaufmerksamkeit, der den Unterschied machte. Beim Versuch, aus der Bodenlage aufzustehen, schlug Florian Dengler aus Bad Aibling eiskalt zu – Haltegriff, Sieg. Silber für Stanislav. Mit einer Leistung, die Lust auf mehr macht.


Lukas: Von Graduierung zum Braungurt direkt aufs Podest

Einen Tag zuvor hatte Lukas Schaefer noch seine Graduierung zum Braungurt absolviert – keine kleine Sache. Doch statt Erschöpfung zeigte Lukas am Sonntag das genaue Gegenteil: befreit vom Vorbereitungsstress trat er in der Klasse bis 55 kg auf, als wäre nichts gewesen.

Der erste Kampf gegen Ivan Azarov vom TSV Benediktbeurn-Bichl ließ noch etwas Nervosität erkennen – Azarov holte sich einen Wazari. Doch Lukas wuchs in den Kampf hinein, gewann an Selbstvertrauen und entschied die Begegnung kurz vor Ende mit einem Fußwurf.

Was dann folgte, war beeindruckend. Mohamed Ibrahim vom DJK Eichstädt hatte bei Lukas schlicht keine Chance – nach knapp 40 Sekunden war alles vorbei. Lukas Schaefer gewann das Turnier. Gold – und das direkt nach der Braungurtprüfung.


Ein starker Wettkampftag für Samurai München. Zwei Silbermedaillen, eine goldene, und überall das Gefühl: Da ist noch mehr drin.

Rückkehr nach Altenfurt – Gold und Silber beim Toni-Kraus-Gedenkturnier

Toni-Kraus-Gedenkturnier U15 Ergebnisse.

Turniere, um Erlerntes umzusetzen, gehören zum Pflichtprogramm der Wettkampfförderung. Das Toni-Kraus-Gedenkturnier ist solch eine Veranstaltung. An diesem Wochenende sammelten Etienne und Stanislav dort Erfahrung, Gold und Silber.

Manche Turniere sind mehr als nur Wettkampf. Das Toni-Kraus-Gedenkturnier in Altenfurt ist eines davon. Seit mehreren Jahren richtet der TSV Altenfurt die Veranstaltung zu Ehren von Toni Kraus aus, der 1972 gemeinsam mit ein paar Weggefährten die Judoabteilung des Vereins ins Leben rief. Ein Turnier mit Geschichte – und für Samurai München (wieder) ein Pflichttermin.

Zuletzt waren wir 2023 dabei, damals noch mit der U13. Nun war es Zeit für die Rückkehr – diesmal mit der U15.

Trainingsmaßnahme mit Ernstcharakter

Etienne und Stanislav befinden sich mitten in der Vorbereitung auf die großen Turniere der Saison. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – stand Altenfurt in unserem Wettkampfkalender. Denn was bringt das Training, wenn es nicht irgendwann auf der Matte bewiesen werden muss? Das Toni-Kraus-Turnier bot genau die richtige Bühne: Neuerlerntes unter echtem Wettkampfdruck erproben.

Eine Bewährungsprobe – und beide haben sie bestanden.

Etienne: Der neue Wurf entscheidet

Gleich im ersten Kampf wartete mit Matijy Federov vom TSV Jahn ein starker Gegner. Lange hielten sich die beiden in Schach – bis Etienne kurz vor dem Ende die entscheidende Aktion setzte: ein tief ausgeführter Tai Otoshi, frisch einstudiert, perfekt platziert. Der Wurf saß. Der Kampf war entschieden.

Was folgte, war eine souveräne Vorstellung. Die weiteren Gegner hatten an diesem Tag wenig entgegenzusetzen. Am Ende stand Gold – verdient und eindrucksvoll.

Stanislav: Kämpferherz bis zur Silbermedaille

Auch Stanislav zeigte sich in starker Verfassung. Zwar wollte der neue Wurf an diesem Tag noch nicht so fallen wie erhofft – doch Stanislav ließ sich davon nicht beirren. Mit konsequenter Kampfweise und unbedingtem Siegeswillen kämpfte er sich Runde für Runde nach vorne. Das Ergebnis: Platz 2 und eine verdiente Silbermedaille.

Ein Blick zurück: Altenfurt 2023

Mit Gold und Silber im Gepäck verlief dieses Jahr deutlich erfolgreicher als noch vor drei Jahren. 2023 war das Turnier eine andere Geschichte: Unter 21 Teilnehmern holte Georg Zorev in der U13 den dritten Platz – der einzige Podestplatz des Tages. Jonas Breitbart, Marlon Heydenreich und Lukas Schaefer, der damals noch im Orangegurt antrat, konnten sich nicht platzieren.

Eine Ausnahme bildete David Coloma: Trotz Erkältung lieferte er eine beeindruckende Vorstellung ab und kämpfte sich auf Platz 5 – ein Ergebnis, das unter diesen Umständen fast mehr wert war als eine Medaille.

Altenfurt 2026: Die Reise hat sich gelohnt.

Frühlingsrandori für die Minis

Das Frühlingsturnier des JV Ammerland Münsing ist beliebt bei dem jüngsten Nachwuchs. Noch vor den Osterferien messen sich dort die U9 und U11 im Judo. Samurai München war vor Ort.

Am Sonntag, 22.03.2026, fand beim JV Ammerland Münsing das alljährliche Frühlingsturnier statt. Es teilt sich in 3 Teile auf: jeweils ein Poolturnier für die U9 und die U11 und ein Randori-Turnier für die Jüngsten bzw. für Weiß- und Weiß-Gelb-Gürtel.


Ein Randori-Turnier ist eine besondere Turnierform für die, die an den „normalen“ Turnieren bisher nicht teilnehmen können. Im Gegensatz zu den „normalen“ Turnieren kämpft man nicht gegen Gegner, sondern kämpft mit Partnern in Form von vielen Randoris. Daher gibt es auch keine Siege im klassischen Sinn. Zwischen den Randoris können sich die Kinder Tipps und Ratschläge bei ihren Trainern oder Betreuern abholen. Für jedes geleistete Randori erhalten die Nachwuchsathleten einen Stempel auf ihrer Startkarte, was am Ende in die Bewertung einfließt.

Viele Randoris und drei Urkunden
Aufgrund von Krankheiten und Terminüberschneidungen, reiste Monika nur mit 3 Nachwuchsjudoka (2 weitere waren zwar gemeldet, aber leider krank) zu diesem Poolturnier an. Für alle 3 war es der erste Auftritt außerhalb des Vereins. Nach der Akkreditierung, das ist die Anmeldung, ging es auch gleich mit einer gemeinsamen Aufwärmung los.


Danach wurden die Teilnehmer in 2 Gruppen, Schlangen und Füchse, nach der Größe und dem Gewicht eingeteilt. Valerian, Maximilian und Leopold wurden zu den Kleineren (Schlangengruppe) eingeteilt. Dann ging es auch schon los mit den Randoris. Begonnen wurde im Stand, danach ging es in den Boden. Dies wurde durch verschiedene Aufgaben variiert. Nach 8 Randoris pro Gruppe gab es eine kurze Pause zur Stärkung. Dann kam der Endspurt mit weiteren 8 Randoris.


Am Ende, nach dem schweißtreibenden Vormittag, durfte jedes Kind eine Urkunde und ein kleines Geschenk abholen. Die Jungs haben neue Judokas kennengelernt und auch neue Freundschaften schließen können.

Ludovica dominiert die U13 in Bayern

Mit dem Titel Bayerische Meisterin im Judo setzt Ludovica Sali vom Judoclub Samurai München in der Altersklasse U13 ein deutliches Zeichen ihrer Dominanz. Für ihre drei Finalkämpfe – anfangen bei der Münchner über die Südbayerischen bis zur Bayerischen Meisterschaft benötigte sie jeweils nur knapp 30 Sekunden.

Was Ludovica in dieser Wettkampfsaison der U13 ablieferte, war nichts weniger als eine Machtdemonstration. Vom ersten Kampf auf der Münchner Meisterschaft bis zum letzten auf der Bayerischen war sie schlicht nicht zu stoppen – keine einzige Niederlage, kein einziger Rückschlag.

Dabei weiß man, wie hart der Weg dorthin sein kann. Im vergangenen Jahr musste sie sich auf der Südbayerischen noch mit dem dritten Platz begnügen, bevor sie sich auf der Bayerischen Einzelmeisterschaft letztlich doch noch die Goldmedaille sicherte. Erkämpft, hart und mit Charakter.

Doch was 2025 noch Zittern bedeutete, war 2026 pure Dominanz. So holte sie sich in Mitterfels auf der diesjährigen Südbayerischen überlegen Gold. Und zur Bayerischen am 21. März 2026 in Ingolstadt verwies sie ihre Gegnerinnen allesamt auf die hinteren Plätze.

Am Eindrucksvollsten zeigt sich das in einer schlichten Zahl: Addiert man alle ihre Kampfzeiten von der Münchner bis zur Bayerischen Meisterschaft zusammen, kommt man auf kaum mehr als 6 Minuten. Sechs Minuten, um sämtliche Konkurrentinnen der Gewichtsklasse bis 36 kg in die Schranken zu weisen. Sechs Minuten für dreimal Gold und den Titel Münchner Meisterin.

Liste zur Südbayerischen Einzelmeisterschaft der U13

Liste zur Bayerischen Einzelmeisterschaft der U13

Bundesoffene Sichtung der U15

Das bundesoffene Pokalsichtungsturnier der U15 im Judo in Backnang hat seine eigenen Gesetze. Wer sich dort durchsetzt, schafft mitunter den Sprung ganz nach oben.

Backnang, 14. und 15. März 2026 / Backnang war an diesem Wochenende der Mittelpunkt des deutschen Judo-Nachwuchses. Mehr als 360 der besten Judokas der U15 aus ganz Deutschland reisten zu einem der wichtigsten Turniere des Jahres an – der bundesoffene Pokal gilt als erste große Standortbestimmung der Saison, und genau deshalb steht er seit unseren Erfolgen im Vorjahr fest auf dem Wettkampfplan des Judoclubs Samurai München.

Samstag: Pech und Pech

Am ersten Tag gingen Etienne (bis 34 kg) und Stanislav (bis 50 kg) für Samurai München auf die Matte – und beide erlebten einen Tag, an dem das Glück auf keiner ihrer Seiten stand.

Etienne traf es schon bei der Auslosung hart: Sein erster Gegner war Alexander Rodionov vom TSV Großhadern – ein alter Bekannter von unzähligen Turnieren, ein Duell mit gegenseitigem Respekt und gegenseitigem Wissen um jede Schwäche. Was Technik, Taktik und Kampfwille angeht, nehmen sich die beiden nichts. Einzig das Gewicht ist noch ein Thema: Mit knapp 30 Kilo ist Etienne selbst in der 34-Kg-Klasse der Leichteste im Feld. Dass er diesmal nur mit einem Yuko verlor, ist ein klares Zeichen, dass die harte Arbeit der vergangenen Wochen Früchte trägt. Am Ende stand Platz 7 – ein Ergebnis, das schmerzt, aber Mut macht.

Stanislav zeigte sich in Topform – bis das Turnier für ihn brutal abrupt endete. Seinen ersten Kampf gewann er souverän. Doch dabei verletzte er sich am Fuß und musste das Turnier vorzeitig abbrechen. Bitterer hätte der Tag kaum enden können.

Sonntag: Hannah kämpft sich ans Limit

Am zweiten Tag war es Hannah, die Samurai München auf der Matte vertrat – und sie lieferte ab. Mit konsequentem Griffkampf machte sie deutlich, dass körperliche Überlegenheit allein kein Argument ist. Gegnerinnen, die ihr in Statur und Gewicht überlagen, bekam sie in den Griff – im wahrsten Sinne.

Doch an Eleyna Hesse von Jahn Nürnberg 2012 biss sie sich die Zähne aus. Knapp verpasste Hannah das Podest. Der dritte Platz war zum Greifen nah – und blieb es. Mit dem fünften Platz aber waren alle zufrieden.

Fazit

Ein Wochenende voller Lehren, voller Willen und mit einem Funken Pech zu viel. Die Motivation für die nächste Bewährungsprobe ist jedenfalls da.

Münchner U13-Meisterschaft im Judo

Acht KämpferInnen, große Momente und eine Münchner Meisterin. Die Bezirks-Meisterschaft der U13 war für uns lehrreich und erfolgreich. Nächster Halt: Südbayerische U13.

Es gehört zur Tradition, etwa eine Woche nach den Faschingsferien die Münchner Meisterin im Judo wie auch den Münchner Meister zu küren – und das in verschiedenen Gewichtsklassen in der Altersgruppe U13. Mit acht Kindern waren wir beim MTV München mittendrin statt nur dabei.

Eines vorweg: Den größten Jubel löste Ludovica aus. Mit scheinbarer Leichtigkeit dominierte sie jeden ihrer Kämpfe und holte sich in der Gewichtsklasse bis 36 kg den Meistertitel – souverän, schnell und ohne jeden Zweifel verdient. In derselben Klasse kämpfte sich Milana mit großer Disziplin auf den Silberrang, und Sofia Krüger lieferte bei ihrem offiziellen Wettkampfdebüt eine starke Vorstellung – Platz 5 beim ersten echten Turnier, das kann sich mehr als sehen lassen!

Trainingsfleiß mit Silber belohnt

Auch bei den Jungs gab es Grund zum Feiern: Justus Heilmann, der als Sparringspartner für Etienne taktisch und technisch gewachsen ist, kämpfte sich mit Bravour bis ins Finale und sicherte sich Silber. Moritz brachte einen beeindruckenden Links-Hüftwurf auf die Matte – in einem Kampf entschied er damit sofort. Die nötige Konstanz, diese Waffe immer abzurufen, wird mit weiterer Wettkampferfahrung kommen. Gleiches gilt für Jonas Brandl, der gegen routiniertere Gegner noch Lehrgeld zahlte, aber wertvolle Erfahrungen mitnimmt.

Rostylav Artyshenko traf in der Klasse bis 40 kg auf ein besonders hartes Teilnehmerfeld – er hielt sich wacker und zeigte, dass mit ihm in Zukunft zu rechnen ist. Emmanuel Harlin, der wie Moritz ebenfalls zu den hervorragenden Linkskämpfern zählt, rundete das Ergebnis mit Platz 7 ab. Im ersten Jahr in der U13 tat er sich mit den größeren Gegnern noch etwa schwer.

Internationales Preisgeld-Turnier : Samurai München behauptet sich in Wien

Zum internationalen Judo-Spektakel, dem Karuna-Preisgeldturnier in Wien reiste Samurai München mit vier KämpferInnen an. Die Bilanz: Bronze für Etienne und spektakuläre Kämpfe.

Wien wurde am vergangenen Wochenende zum Epizentrum des europäischen Jugend-Judos. Das hochkarätig besetzte Karuna Judoturnier lockte die Elite der Nachwuchskämpfer in die österreichische Hauptstadt. Da es sich um ein begehrtes Preisgeldturnier handelte, war das Niveau entsprechend hoch und die Hallenatmosphäre elektrisierend.

Ein Feld der Spitzenklasse

Das Turnier unterstrich seinen internationalen Ruf durch ein beeindruckendes Teilnehmerfeld. Die besten jugendlichen Judokas aus Nationen wie Polen, Serbien, Bulgarien, der Tschechischen Republik, der Ukraine, den Niederlanden, Ungarn und Italien reisten an, um sich mit den Lokalmatadoren aus Österreich zu messen. In dieses Starterfeld schickte Samurai München vier seiner vielversprechendsten Talente auf die Matte: Hannah, Etienne, Stanislav und Andrij.

Mit sehr harten Bandagen wurde in Wien gekämpft – denn Würger, Hebel und Drop-Würfe werden vom Kampfgericht ausdrückloch geduldet.

Die Ergebnisse im Detail

  • Etienne sichert sich Bronze: In einem technisch extrem anspruchsvollen und physisch fordernden Umfeld bewies Etienne Nervenstärke. Er kämpfte sich konsequent durch die Vorrunden und belohnte seine starke Leistung am Ende mit einem hervorragenden 3. Platz. Ein Podiumsplatz bei dieser internationalen Konkurrenz ist ein deutliches Ausrufezeichen.
  • Stanislav dominiert in der Massenbesetzung: Besonders beeindruckend war die Herausforderung für Stanislav. In seiner Gewichtsklasse traten unglaubliche 52 Kämpfer an. Stanislav ließ sich von der schieren Masse nicht beirren und schaffte es, sich über drei Runden gegen internationale Gegner durchzusetzen – eine beachtliche Ausdauerleistung in einem der größten Pools des Turniers.
  • Top-10 Platzierung für Hannah: Auch Hannah zeigte, dass sie zur erweiterten Spitze gehört. In hart umkämpften Duellen sicherte sie sich den 7. Platz und bewies damit, dass Samurai München auch auf internationalem Parkett absolut konkurrenzfähig ist.
  • Andrij sammelt wertvolle Erfahrung: Andrij komplettierte das Team und stellte sich mutig der starken Konkurrenz, was einen wichtigen Baustein für seine weitere sportliche Entwicklung bei Samurai München darstellt.

MeisterIn des Vereins 2025

Pokale, soweit der Blick reicht. Die Vereinsmeisterschaften von Samurai München sind das Highligt für unsere Judokas – immerhin können der Nachwuchs wie auch die Profis dort zeigen, was sie während der Trainings gelernt haben.

Schon die Menge der Pokale, die man auf unserer Vereinsmeisterschaft sich verdienen kann, ist beeindruckend. Jedes Jahr bieten wir die Möglichkeit, in einem internen Turnier erste Wettkampferfahrungen zu sammeln. Und der Spass steht dabei im Vordergrund – neben dem Willen, auch gewinnen zu wollen. Immerhin durfte die ganze Familie, Verwandschaft und Freunde mit dabei sein. Somit war die Halle am 23. November 2025 von 9:30 bis 16:00 bestens besucht.

Dabei hat Yvonne, die wie auch in den Jahren zuvor das Turnier federführend organisiert hat, die Wettkämpfe in drei Zeitzonen aufgeteilt, um die knapp 100 Judoka zügig durchs Turnier zu führen. Gleich zu Beginn waren die Jüngsten am Start, gefolgt von der U11 bis zum Abschluss dann die Jugend um die begehrten Pokale kämpften.

Hohes Niveau schon bei den Minis

Wie professionell dabei schon die Jüngsten – manche Judokas waren erst 4 Jahre alt – ihre Judowürfe ansetzten, zeigten bereits die ersten Begegnungen. In den zwei Minuten, in denen bis zum Ippon gekämpf wurde, zeigten die Kinder alle Techniken, die sie im Laufe der Trainings gelernt haben. Manche gut, manche hervorragend. Mit dem Alter und der Erfahrung stieg dann auch die Qualität der Kämpfe – bis zum Finalkampf unserer aktuellen bayerischen MeisterInnen.

An dieser Stelle gratulieren wir den Vereinsmeistern und den Vereinsmeisterinnen und wünschen eine spannende Wettkampfsaison 2026. Ein besonderer Dank gilt aber auch allen Helfern, die beim Mattenaufbau, bei der Betreuung, beim Kampfrichtern, am Kampfrichtertisch, als Sanitäter und an unserer Kuchen- und Kaffeebar mitgeholfen haben. Vor allem aber auch an Monika, die mit Nähmaschine bewaffnet, wieder Aufnäher angenäht hat.