
Turniere, um Erlerntes umzusetzen, gehören zum Pflichtprogramm der Wettkampfförderung. Das Toni-Kraus-Gedenkturnier ist solch eine Veranstaltung. An diesem Wochenende sammelten Etienne und Stanislav dort Erfahrung, Gold und Silber.
Manche Turniere sind mehr als nur Wettkampf. Das Toni-Kraus-Gedenkturnier in Altenfurt ist eines davon. Seit mehreren Jahren richtet der TSV Altenfurt die Veranstaltung zu Ehren von Toni Kraus aus, der 1972 gemeinsam mit ein paar Weggefährten die Judoabteilung des Vereins ins Leben rief. Ein Turnier mit Geschichte – und für Samurai München (wieder) ein Pflichttermin.
Zuletzt waren wir 2023 dabei, damals noch mit der U13. Nun war es Zeit für die Rückkehr – diesmal mit der U15.
Trainingsmaßnahme mit Ernstcharakter
Etienne und Stanislav befinden sich mitten in der Vorbereitung auf die großen Turniere der Saison. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – stand Altenfurt in unserem Wettkampfkalender. Denn was bringt das Training, wenn es nicht irgendwann auf der Matte bewiesen werden muss? Das Toni-Kraus-Turnier bot genau die richtige Bühne: Neuerlerntes unter echtem Wettkampfdruck erproben.
Eine Bewährungsprobe – und beide haben sie bestanden.
Etienne: Der neue Wurf entscheidet

Gleich im ersten Kampf wartete mit Matijy Federov vom TSV Jahn ein starker Gegner. Lange hielten sich die beiden in Schach – bis Etienne kurz vor dem Ende die entscheidende Aktion setzte: ein tief ausgeführter Tai Otoshi, frisch einstudiert, perfekt platziert. Der Wurf saß. Der Kampf war entschieden.
Was folgte, war eine souveräne Vorstellung. Die weiteren Gegner hatten an diesem Tag wenig entgegenzusetzen. Am Ende stand Gold – verdient und eindrucksvoll.
Stanislav: Kämpferherz bis zur Silbermedaille
Auch Stanislav zeigte sich in starker Verfassung. Zwar wollte der neue Wurf an diesem Tag noch nicht so fallen wie erhofft – doch Stanislav ließ sich davon nicht beirren. Mit konsequenter Kampfweise und unbedingtem Siegeswillen kämpfte er sich Runde für Runde nach vorne. Das Ergebnis: Platz 2 und eine verdiente Silbermedaille.
Ein Blick zurück: Altenfurt 2023
Mit Gold und Silber im Gepäck verlief dieses Jahr deutlich erfolgreicher als noch vor drei Jahren. 2023 war das Turnier eine andere Geschichte: Unter 21 Teilnehmern holte Georg Zorev in der U13 den dritten Platz – der einzige Podestplatz des Tages. Jonas Breitbart, Marlon Heydenreich und Lukas Schaefer, der damals noch im Orangegurt antrat, konnten sich nicht platzieren.
Eine Ausnahme bildete David Coloma: Trotz Erkältung lieferte er eine beeindruckende Vorstellung ab und kämpfte sich auf Platz 5 – ein Ergebnis, das unter diesen Umständen fast mehr wert war als eine Medaille.
Altenfurt 2026: Die Reise hat sich gelohnt.







