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Gold und Silber – heiß erkämpft

Das internationale Messeturnier in Dornbirn, im österreichischen Vorarlberg, verlangte vergangenes Wochenende sehr viel von den knapp 500 teilnehmenden Judokas. Mittendrin in der Gluthitze konnten Hannah und Etienne sich dennoch gegen die starke Konkurrenz durchsetzen.

Österreich hat im Judo für die Jugend immer besondere Momente parat – etwa, wenn nach einem missglückten Schulterwurf der Gegner sofort zum Würgegriff (Shime Waza) ansetzt. Für die U14 im Nachbarland gehört diese Möglichkeit, den Partner zur Aufgabe zu zwingen, zum festen Regelwerk. Die deutschen Wettkampfregeln erlauben dies erst ab der U18. Zur Vorbereitung auf das internationale Messeturnier im österreichischen Dornbirn (Vorarlberg) gehörte deshalb auch das ständige Üben der Würgeabwehr zum täglichen Training – mit Erfolg.

Die Versuche, Hannah wie auch Etienne auf diese Weise zu bezwingen, scheiterten allesamt an der starken Bodenarbeit der beiden. So konnten sie ihre Stärken im Stand ausspielen – und das mit großem Erfolg: Beide waren im Stand derart überlegen, dass manche Begegnungen bereits nach kurzer Zeit entschieden waren.

Außensichel nach wenigen Sekunden

Doch neben den hohen Temperaturen gab es auch anspruchsvolle Gegnerinnen und Gegner. Für Hannah endete die Erfolgsserie im letzten Kampf gegen die starke Schweizerin Olivia Tangl aus St. Gallen Gossau. Die Zeit, sich vom intensiven Duell gegen Maria Büchel vom Judoclub Ruggell zu erholen, reichte einfach nicht. Dennoch war der Tag in Dornbirn für sie sehr erfolgreich: Den Kampf gegen Louisa Beck (St. Gallen Gossau) beispielsweise gewann sie überlegen – innerhalb weniger Sekunden mit einem O-Soto-Gari.

Für Etienne dagegen zogen sich die Siege fast immer über die gesamte Kampfzeit hinaus und darüber. Das Duell gegen Marco Tesic vom TSV Unterhaching etwa entschied er erst nach sechs Minuten per Kampfrichterentscheid für sich. Seine zweite Begegnung gewann er kampflos, da sein Gegner nicht antreten wollte. Der darauffolgende Kampf forderte vom jungen Münchner wieder viel ab. Obschon er die Begegnung in allen Belangen beherrschte, konnte Etienne erst kurz vor Kampfende die entscheidende Wertung erzielen.

Zwei Shido aber ein Yuko

Der härteste Brocken stellte scih ihm im letzten Kampf, mit Rafael Tarabrin vom JSV Speyer, entgegen. Gegen den körperlich überlegenden Tarabin fand Etienne lange kein Rezept und wurde im Verlauf mit zwei Shido bestraft. (eine dritte Strafe hätte die Disqualifikation zur Folge gehabt). Also setzte der Münchner nun alles auf eine Karte – erfolgreich. Nur wenige Sekunden vor Ablauf der Zeit, zwang er Tarabrin mit einer tief angesetzten Außensichel zu Boden.

Weil der Gegner nicht vollständig auf die Seite geworfen wurde, entschied das Kampfgericht auf eine kleine Wertung (Yuko). In den verbleibenden 20 Sekunden drehte der Judoka aus Speyer noch einmal richtig auf, konnte aber keine weitere Wertung mehr erzielen.

MeisterIn des Vereins 2025

Pokale, soweit der Blick reicht. Die Vereinsmeisterschaften von Samurai München sind das Highligt für unsere Judokas – immerhin können der Nachwuchs wie auch die Profis dort zeigen, was sie während der Trainings gelernt haben.

Schon die Menge der Pokale, die man auf unserer Vereinsmeisterschaft sich verdienen kann, ist beeindruckend. Jedes Jahr bieten wir die Möglichkeit, in einem internen Turnier erste Wettkampferfahrungen zu sammeln. Und der Spass steht dabei im Vordergrund – neben dem Willen, auch gewinnen zu wollen. Immerhin durfte die ganze Familie, Verwandschaft und Freunde mit dabei sein. Somit war die Halle am 23. November 2025 von 9:30 bis 16:00 bestens besucht.

Dabei hat Yvonne, die wie auch in den Jahren zuvor das Turnier federführend organisiert hat, die Wettkämpfe in drei Zeitzonen aufgeteilt, um die knapp 100 Judoka zügig durchs Turnier zu führen. Gleich zu Beginn waren die Jüngsten am Start, gefolgt von der U11 bis zum Abschluss dann die Jugend um die begehrten Pokale kämpften.

Hohes Niveau schon bei den Minis

Wie professionell dabei schon die Jüngsten – manche Judokas waren erst 4 Jahre alt – ihre Judowürfe ansetzten, zeigten bereits die ersten Begegnungen. In den zwei Minuten, in denen bis zum Ippon gekämpf wurde, zeigten die Kinder alle Techniken, die sie im Laufe der Trainings gelernt haben. Manche gut, manche hervorragend. Mit dem Alter und der Erfahrung stieg dann auch die Qualität der Kämpfe – bis zum Finalkampf unserer aktuellen bayerischen MeisterInnen.

An dieser Stelle gratulieren wir den Vereinsmeistern und den Vereinsmeisterinnen und wünschen eine spannende Wettkampfsaison 2026. Ein besonderer Dank gilt aber auch allen Helfern, die beim Mattenaufbau, bei der Betreuung, beim Kampfrichtern, am Kampfrichtertisch, als Sanitäter und an unserer Kuchen- und Kaffeebar mitgeholfen haben. Vor allem aber auch an Monika, die mit Nähmaschine bewaffnet, wieder Aufnäher angenäht hat.

JUDO u. JU-JUTSU CLUB SAMURAI MÜNCHEN

Samurai München beim Sportfestival

Am Sonntag, den 6. Juli 2025, fand das 14. Sportfestival der Landeshauptstadt München auf dem beeindruckenden Königsplatz statt – und wir vom JUDO u. JU-JUTSU CLUB SAMURAI MÜNCHEN e.V. waren natürlich wieder mit dabei! Gemeinsam mit dem Bayerischen Judo-Verband, dem Bezirk München und weiteren engagierten Vereinen konnten wir unseren schönen Sport einem breiten Publikum vorstellen.

Unter dem Motto „Hinkommen. Mitmachen. Dabei sein. Spaß haben. Sport entdecken.“ verwandelte sich der Königsplatz in ein buntes Sportparadies. Über 70 Sportarten wurden präsentiert, und rund 30.000 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, neue Bewegungsformen kennenzulernen – natürlich auch Judo.

💪 Auf unserer Matte war den ganzen Tag über viel los: Kinder, Jugendliche und Erwachsene nutzten die Möglichkeit, Judo hautnah zu erleben – sei es bei Mitmachaktionen, kleinen Technikvorführungen oder ersten Fallübungen. Wer wollte, durfte gleich im Judogi mitmachen – viele brachten sogar ihren eigenen Gürtel mit! Ob Judo-Neuling oder „alter Hase“: Für alle war etwas dabei.

👧👦 Besonders gefreut haben wir uns über die vielen neugierigen Kinder, die mit strahlenden Augen auf die Matte kamen – ihr wart fantastisch! Ein herzliches Dankeschön auch an unsere Vereinsmitglieder und freiwilligen Helfer, die mit großem Einsatz, Geduld und Begeisterung den ganzen Tag für einen reibungslosen Ablauf sorgten.

🤝 Ein großes Lob geht auch an unsere Partner vom Bezirk München, den Bayerischen Judo-Verband und alle beteiligten Vereine. Die Zusammenarbeit hat wieder einmal hervorragend funktioniert – ein echtes Beispiel dafür, wie stark unsere Judo-Gemeinschaft ist, wenn wir Hand in Hand arbeiten.

🎯 Wir hoffen sehr, dass alle, die Judo zum ersten Mal ausprobiert haben, Spaß hatten und vielleicht sogar die Motivation gefunden haben, diesen vielseitigen Sport weiterzuverfolgen. Erste Anfragen für Probetrainings haben uns bereits erreicht – wir freuen uns darauf, viele neue Gesichter bald in unserem Dojo begrüßen zu dürfen!

❤️ Zum Schluss möchten wir uns herzlich beim Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München für die Organisation, bei der Agentur COMMUNICO für die Umsetzung sowie bei allen Besucherinnen und Besuchern bedanken – ihr habt diesen Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht.

Bis zum nächsten Jahr – und vielleicht bis bald auf der Matte!

Euer
JUDO u. JU-JUTSU CLUB SAMURAI MÜNCHEN e.V.
www.samurai-muenchen.de