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Starke U11 beim Raffa Dama-Turnier

Eine überraschend starke U11 präsentierte sich am Sonntag beim SC Armin, der mit dem Raffa Dama-Turnier eine wunderschöne Plattform für die jungen Judokas aus München und Umgebung bot.

Mit elf TeilnehmerInnen im Alter von 7 bis 10 Jahren waren wir vor Ort und fieberten den ersten Kämpfen unseres Nachwuchses entgegen – für die meisten von ihnen war es die Feuertaufe beim ersten offiziellen Turnier überhaupt.

Einzige Ausnahme: Ilias, der in unserer Jugendligamannschaft bereits zahlreiche Siege eingefahren hat. Doch beim Raffa Dama bekam er es mit starker Konkurrenz zu tun – am Ende blieb ihm Platz zwei.

Die Geschwister-Sensation: Yunes und Theresa

Sein jüngerer Bruder Yunes, mit 7 Jahren und 20 Kilogramm Kampfgewicht einer der jüngsten und leichtesten Teilnehmer im Feld, trat als Anfänger verblüffend abgeklärt auf. Obwohl seine Gegner rund drei Kilo schwerer waren, brauchte er nur wenige gezielte Aktionen, um jeden seiner Kämpfe vorzeitig zu beenden.

Noch schneller ging es nur bei Theresa Sali: Sie fegte ihre Gegnerinnen reihenweise von der Tatami und bewies damit eindrucksvoll, dass sie ihrer großen, überaus erfolgreichen Schwester in nichts mehr nachsteht.

Zitterpartie für Emmanuel Lang

Deutlich schwerer hatte es Emmanuel Lang. In seinem Pool warteten derart starke Kämpfer, dass man – zumindest in dieser Gruppe – kaum noch von einem Anfängerturnier sprechen konnte. Mit Lavrentis Gkounasvili (Großhadern) ging dort jemand an den Start, der sich erst wenige Wochen zuvor beim internationalen Jugendturnier im österreichischen Dornbirn den ersten Platz gesichert hatte.

Und tatsächlich: Gkounasvili setzte sich auch in München souverän durch. Kaum mehr als 30 Sekunden brauchte er, um seine Widersacher mit Karacho auf die Matte zu werfen. Bei Emmanuel aber biss er sich die Zähne aus – der ließ sich von der großen Reputation seines Gegners nicht im Geringsten beeindrucken. Lange stand es unentschieden, und einmal gelang es Emmanuel sogar, den Großhaderner gekonnt auszukontern und zu Boden zu werfen. 

Eine Wertung gab es dafür leider nicht, dafür aber eine Bestrafung wegen Greifens ins Bein – die in der U11 automatisch zu einer kleinen Wertung für den Gegner führt. So knapp kann Judo sein.

Doppelerfolg aus der Auenstraße

In beeindruckend guter Verfassung zeigte sich an diesem Tag Leopold Kefer. Trotz spürbarer Nervosität setzte er seine Gegner von der ersten Sekunde an unter Druck und zwang sie technisch sauber zu Boden. Stoppen konnte ihn am Ende nur Moritz Fischer, sein Vereinskamerad aus der Auenstraße – die beiden teilten sich folgerichtig Gold und Silber.

Für Jean Israel-Becker, ebenfalls aus der Trainingsgruppe Auenstraße, blieb dadurch „nur“ Bronze. Kämpferisch und furchtlos zeigte er sich an diesem Tag aber mindestens ebenso überzeugend wie seine Vereinskameraden.

Premierenglück für Bruno

Ebenfalls furchtlos, obwohl zum allerersten Mal bei einem Judoturnier dabei: Bruno Finzel. Technik und Kampfgeist passten an diesem Tag perfekt zusammen, am Ende sprang Platz zwei heraus. Auch Maximilian Dippel startete hochmotiviert ins Turnier und musste sich in einer gut besetzten Gruppe zwar nicht immer durchsetzen, sicherte sich aber verdient Bronze.

Mit seinem ganz eigenen, sehenswerten Kampfstil ging später auch Laurenz Perner an den Start – ebenfalls zum ersten Mal bei einem Turnier. Mit seinem O-soto-gari dominierte er fast jeden Gegner, bis er ausgerechnet auf Yunes traf, der an diesem Tag eindrucksvoll bewies, wer der wahre Meister der großen Außensichel ist. So musste sich Laurenz mit Silber begnügen.

Der letzte Samurai: Levin holt Bronze

Mit Levin Schurogeilo ging schließlich der „letzte Samurai“ unseres Teams an den Start. In der Gewichtsklasse um die 31 Kilogramm hatte er es an diesem Tag alles andere als leicht und musste sich gegen echte Routiniers aus Großhadern und Unterhaching behaupten.

Gleich im ersten Kampf traf er auf Luka Aphkhazava (Großhadern), der im Frühjahr dieses Jahres bei der U13 immerhin den fünften Platz belegte und den Kampf klar bestimmte. Für einen vorzeitigen Sieg aber leistete Levin geschickten und hartnäckigen Widerstand. Auch gegen Malek Ibrahim vom TSV Unterhaching, der trotz seines jungen Alters bereits große Routine mitbrachte, ließ sich Levin nicht kampflos unterkriegen. Im Duell gegen Grünwald schließlich holte er sich den entscheidenden Punkt – und damit verdient die Bronzemedaille.

Ein starker Tag für unsere Jüngsten – mit mutigen Turnierpremieren, taktischem Feingefühl und zwei echten Geschwister-Highlights an der Spitze. Auf diesem Fundament lässt sich weiterbauen.