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Münchner U15: Gold und Silber hart erkämpft

Dieser Weg war kein Einfacher. Obschon sich alle StarterInnen bei der Münchner U15 am Sonntag für die Südbayerische in Moosberg an der Isar qualifiziert haben, setzte die starker Münchner Konkurrenz unseren KämpferInnen ziemlich zu.

Neun Judokas von Samurai traten bei der diesjährigen U15-Einzelmeisterschaft in Garching an, um sich für die Südbayrische Einzelmeisterschaft an diesem Samstag zu qualifizieren. Eines vorweg; es war kein gewöhnlicher Durchmarsch – ungewöhnlich stark war das Teilnehmerfeld. Dass am Ende dennoch alle die direkte Qualifikation erreichten, lag unter anderem am Willen zu gewinnen. 

Besonders beeindruckend zeigten sich die Mädchen von Samurai München, die mit zwei herausragenden Ergebnissen für die ersten Höhepunkte des Tages sorgten. Die größte Überraschung – oder vielmehr Bestätigung ihrer starken Form – lieferte Ludovica: Obwohl sie altersmäßig noch in der U13 hätte starten können, setzte sie sich in der U15 souverän durch und holte den Titel Münchner JudoMeisterin 2026. 

Gold und Silber für die Damen

Im finalen Kampf beendete sie den Kampf gegen die Großhadererin Liebl bereits nach wenigen Augenblicken für sich. Eine beeindruckende Vorstellung, die zeigt, welches Potenzial in der jungen Kämpferin steckt. Nicht weniger bemerkenswert war der Auftritt von Hannah. Mental bestens auf ihre starke Gegnerin aus Großhadern vorbereitet, lieferte sie sich ein enges Duell, das erst im Golden Score und letztlich durch Kampfrichterentscheid zu ihren Ungunsten ausging. 

Am Ende stand Platz zwei zu Buche – ein Ergebnis, das Hannahs Leistung keineswegs schmälert. Im Gegenteil: Sie bewies, dass sie auch der stärksten Konkurrenz Bayerns auf Augenhöhe begegnen kann. Ein Wiedersehen der beiden Kontrahentinnen ist nicht ausgeschlossen – das nächste Aufeinandertreffen könnte es allerdings frühestens im Finale der Südbayerischen Meisterschaft geben.

Jungs unter erschwerten Bedingungen

Nicht nur die Mädchen, auch die Jungs von Samurai München hatten es an diesem Tag mit einem starken Teilnehmerfeld zu tun – traten aber routiniert auf und holten eine Reihe bemerkenswerter Leistungen. Die größte Überraschung liefert dabei Jonas. Nach langer Wettkampfpause zurückgekehrt, ließ er sämtlichen Mitbewerber in seiner Klasse bis 55 Kg keine Chance und holte sich ungeschlagen den Titel Münchner Meister 2026.

In derselben Gewichtsklasse trat auch Stanislav an und überzeugte über weite Strecken des Turniers. Erst im Kampf um den Finaleinzug musste er sich seinem Vereinskollegen Jonas geschlagen geben – im Kampf zog er sich eine leichte Schulterverletzung zu. Eine starke Vorstellung, die zeigt, wie souverän die Athleten in dieser Klasse aufgestellt sind. Lukas Lugani und Lukas Schaefer und ihren jeweils speziellen „Kampfstrategien“ schafften es bis ins Finale vor, mussten sich dort jedoch ihren Gegnern geschlagen geben und sicherten sich Silber.

Etienne musste sich mit Bronze zufriedengeben – und das, obwohl er technisch überzeugte. Seine Gegner hatten ihn offenkundig im Vorfeld genau analysiert und hielten ihn während der Kämpfe konsequent auf Distanz. Für eine Enttäuschung sorgte eine Entscheidung: Sein eintrainierter Seoi Nage wurde vom Kampfgericht nicht gewertet, da Etienne den Wurf nach Ansicht der Kampfrichter aus dem Knien heraus ausgeführt hat. In der Folge verlor er nach Golden Score durch Kampfrichterentscheid – knapper geht es kaum.

Auch Jakob erreichte am Ende Rang drei, zeigte dabei aber mit zwei Siegen stabil in der Klasse +66 kg. Gegen einen kampfgewichtigen, rund 80 Kilogramm schweren Gegner fand er an diesem Tag jedoch kein Mittel.

Für Leonardo lief es hingegen nicht nach Wunsch: Gesundheitlich angeschlagen ging er in den Wettkampf und musste sich in beiden Kämpfen geschlagen geben. Am Ende stand für ihn Platz fünf.