Schlagwortarchiv: Judo für Kinder

Charaktersport Judo

Endlich wieder Judo – morgen, 15. September 2026, schnell die Matten aufgebaut – dann Warmlaufen und Rangeln und Raufen. Wer Judo ausprobieren möchte – einfach beim Trainer melden.

Wer auf der Suche nach dem idealen Sport für seine Kinder ist, der kommt am Judo nicht vorbei. Immerhin ordnet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Judo als eine herausragende Sportart für die umfassende körperliche und gesundheitliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ein.

Damit bietet das Ende der Sommerferien nun den perfekten Einstieg in diesen faszinieren Sport. Das erste Training für Kinder ab zehn Jahre beginnt bereits morgen (15. September 2026) – meldet Euch einfach spontan beim Trainer zum kostenlosen Probetraining an.

Die weiteren Trainingszeiten für Kinder ab etwa vier Jahre und für die Erwachsenen findet Ihr hier. Neben dem Training in der Hohenzollernstr. 142 bieten wir für Kinder und die Jugend am Dienstag und Donnerstag ab 16:30 in der Auenstr. 19 (Judo mitten in München) an.

-> Trainingszeiten Hohenzollernstr. 142

-> Trainingszeiten Auenstr. 19

Das Judotraining für Erwachsene findet montags, dienstags und mittwochs in der Hohenzollernstr. 142 statt. 

Körperliche & motorische Entwicklung für Kinder

  • Ganzheitliche Schulung: Judo beansprucht den gesamten Körper symmetrisch. Es fördert Koordination, Gleichgewicht, Flexibilität und Raumorientierung besser als viele einseitige Ball- oder Laufsportarten.
  • Knochen- und Herz-Kreislauf-Gesundheit: Studien zur WHO-Empfehlung zeigen, dass regelmäßiges Judotraining die Knochendichte fördert, die Fettmasse reduziert und das Herz-Kreislauf-System von Kindern nachhaltig stärkt.
  • Fallschule als Schutzfaktor: Das Erlernen des sicheren Fallens (Ukemi) schützt Kinder auch abseits der Matte (z. B. beim Radfahren oder auf dem Spielplatz) vor schweren Sturzverletzungen.

Psycho-soziale & mentale Aspekte

  • Gewaltprävention & Aggressionsabbau: Trotz des körperlichen Zweikampfs wirkt Judo aggressionshemmend.Kinder lernen, ihre Kraft kontrolliert und im Rahmen klarer Regeln einzusetzen.
  • Wertevermittlung & Respekt: Die Werte (Respekt, Höflichkeit, Bescheidenheit, Selbstbeherrschung) sind fest in den Trainingsablauf integriert. Der Partner wird nicht als Gegner betrachtet, den man vernichten will, sondern als Gegenüber, mit dem man gemeinsam wächst.
  • Stärkung des Selbstbewusstseins: Das Bewältigen von Herausforderungen und das schrittweise Aufsteigen über Gürtelprüfungen fördern das Selbstwertgefühl und die mentale Resilienz.

Judo für Erwachsene ist der perfekte Ausgleich

  • Ganzkörper-Workout: Es verbessert Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Core-Stabilität in einer einzigen Trainingseinheit.
  • Mindset & Stressabbau: Wer auf der Matte steht, muss zu 100 % im Moment sein. Der perfekte Kopföffner nach einem langen Arbeitstag.
  • Gemeinschaft: Wir trainieren miteinander, nicht gegeneinander. Der Zusammenhalt in unserer Erwachsenengruppe trägt durch jede Trainingseinheit.

Starke U11 beim Raffa Dama-Turnier

Eine überraschend starke U11 präsentierte sich am Sonntag beim SC Armin, der mit dem Raffa Dama-Turnier eine wunderschöne Plattform für die jungen Judokas aus München und Umgebung bot.

Mit elf TeilnehmerInnen im Alter von 7 bis 10 Jahren waren wir vor Ort und fieberten den ersten Kämpfen unseres Nachwuchses entgegen – für die meisten von ihnen war es die Feuertaufe beim ersten offiziellen Turnier überhaupt.

Einzige Ausnahme: Ilias, der in unserer Jugendligamannschaft bereits zahlreiche Siege eingefahren hat. Doch beim Raffa Dama bekam er es mit starker Konkurrenz zu tun – am Ende blieb ihm Platz zwei.

Die Geschwister-Sensation: Yunes und Theresa

Sein jüngerer Bruder Yunes, mit 7 Jahren und 20 Kilogramm Kampfgewicht einer der jüngsten und leichtesten Teilnehmer im Feld, trat als Anfänger verblüffend abgeklärt auf. Obwohl seine Gegner rund drei Kilo schwerer waren, brauchte er nur wenige gezielte Aktionen, um jeden seiner Kämpfe vorzeitig zu beenden.

Noch schneller ging es nur bei Theresa Sali: Sie fegte ihre Gegnerinnen reihenweise von der Tatami und bewies damit eindrucksvoll, dass sie ihrer großen, überaus erfolgreichen Schwester in nichts mehr nachsteht.

Zitterpartie für Emmanuel Lang

Deutlich schwerer hatte es Emmanuel Lang. In seinem Pool warteten derart starke Kämpfer, dass man – zumindest in dieser Gruppe – kaum noch von einem Anfängerturnier sprechen konnte. Mit Lavrentis Gkounasvili (Großhadern) ging dort jemand an den Start, der sich erst wenige Wochen zuvor beim internationalen Jugendturnier im österreichischen Dornbirn den ersten Platz gesichert hatte.

Und tatsächlich: Gkounasvili setzte sich auch in München souverän durch. Kaum mehr als 30 Sekunden brauchte er, um seine Widersacher mit Karacho auf die Matte zu werfen. Bei Emmanuel aber biss er sich die Zähne aus – der ließ sich von der großen Reputation seines Gegners nicht im Geringsten beeindrucken. Lange stand es unentschieden, und einmal gelang es Emmanuel sogar, den Großhaderner gekonnt auszukontern und zu Boden zu werfen. 

Eine Wertung gab es dafür leider nicht, dafür aber eine Bestrafung wegen Greifens ins Bein – die in der U11 automatisch zu einer kleinen Wertung für den Gegner führt. So knapp kann Judo sein.

Doppelerfolg aus der Auenstraße

In beeindruckend guter Verfassung zeigte sich an diesem Tag Leopold Kefer. Trotz spürbarer Nervosität setzte er seine Gegner von der ersten Sekunde an unter Druck und zwang sie technisch sauber zu Boden. Stoppen konnte ihn am Ende nur Moritz Fischer, sein Vereinskamerad aus der Auenstraße – die beiden teilten sich folgerichtig Gold und Silber.

Für Jean Israel-Becker, ebenfalls aus der Trainingsgruppe Auenstraße, blieb dadurch „nur“ Bronze. Kämpferisch und furchtlos zeigte er sich an diesem Tag aber mindestens ebenso überzeugend wie seine Vereinskameraden.

Premierenglück für Bruno

Ebenfalls furchtlos, obwohl zum allerersten Mal bei einem Judoturnier dabei: Bruno Finzel. Technik und Kampfgeist passten an diesem Tag perfekt zusammen, am Ende sprang Platz zwei heraus. Auch Maximilian Dippel startete hochmotiviert ins Turnier und musste sich in einer gut besetzten Gruppe zwar nicht immer durchsetzen, sicherte sich aber verdient Bronze.

Mit seinem ganz eigenen, sehenswerten Kampfstil ging später auch Laurenz Perner an den Start – ebenfalls zum ersten Mal bei einem Turnier. Mit seinem O-soto-gari dominierte er fast jeden Gegner, bis er ausgerechnet auf Yunes traf, der an diesem Tag eindrucksvoll bewies, wer der wahre Meister der großen Außensichel ist. So musste sich Laurenz mit Silber begnügen.

Der letzte Samurai: Levin holt Bronze

Mit Levin Schurogeilo ging schließlich der „letzte Samurai“ unseres Teams an den Start. In der Gewichtsklasse um die 31 Kilogramm hatte er es an diesem Tag alles andere als leicht und musste sich gegen echte Routiniers aus Großhadern und Unterhaching behaupten.

Gleich im ersten Kampf traf er auf Luka Aphkhazava (Großhadern), der im Frühjahr dieses Jahres bei der U13 immerhin den fünften Platz belegte und den Kampf klar bestimmte. Für einen vorzeitigen Sieg aber leistete Levin geschickten und hartnäckigen Widerstand. Auch gegen Malek Ibrahim vom TSV Unterhaching, der trotz seines jungen Alters bereits große Routine mitbrachte, ließ sich Levin nicht kampflos unterkriegen. Im Duell gegen Grünwald schließlich holte er sich den entscheidenden Punkt – und damit verdient die Bronzemedaille.

Ein starker Tag für unsere Jüngsten – mit mutigen Turnierpremieren, taktischem Feingefühl und zwei echten Geschwister-Highlights an der Spitze. Auf diesem Fundament lässt sich weiterbauen.

Judo erobert den Königsplatz

Seit Jahren begeistert der Judoverein Samurai München beim Sportfestival der Landeshauptstadt München Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Wo sonst können Kinder den Judosport spontan und in einer so tollen Umgebung ausprobieren.

Der Münchner Judoverein auf dem Sportfestival am Königsplatz
Der Nachwuchs, die Profis und Trainerin Yvonne zeigen auf der Hauptbühne, wie spannend Judo ist.

Würfe, Fallübungen und begeisterte Kinder mitten auf dem Königsplatz, umringt von zahlreichen Zuschauern – so haben unsere Judokas am vergangenen Sonntag, den 5. Juli 2025, wieder gezeigt, warum diese japanische Sportart Kinder und Erwachsene gleichermaßen in ihren Bann zieht. Den ganzen Tag über verwandelten unsere TrainerInnen und Kinder die Matte in eine Bühne voller Action, Technik und purer Begeisterung.

Das Sportfestival der Landeshauptstadt München ist dafür jedes Jahr die perfekte Kulisse. Unter dem Motto „Hinkommen. Mitmachen. Dabei sein. Spaß haben. Sport entdecken.“ verwandelte sich der Königsplatz für einen Tag in ein pulsierendes Sportparadies. Über 70 Sportarten kämpften um die Aufmerksamkeit von rund 30.000 Besucherinnen und Besuchern – und mittendrin: unser Judo.

Volle Matte, volles Programm

Von der ersten bis zur letzten Stunde war auf unserer Matte richtig was los: Kinder, Jugendliche und Erwachsene warfen sich mutig in ihren ersten Judoanzug, ließen sich bei Mitmachaktionen mitreißen, staunten über Technikvorführungen und wagten ihre allerersten Fallübungen. Ob Judo-Neuling mit Lampenfieber oder alter Hase mit jahrelanger Matten-Erfahrung: Hier war für jede und jeden etwas dabei.

Der absolute Höhepunkt des Tages: die große Vorführung auf der Hauptbühne. Hier zeigten unsere jüngsten Talente Seite an Seite mit unseren Profis live, mit welcher Präzision und Eleganz Judo-Technik aussehen kann – ein Moment, der dem Publikum spürbar den Atem raubte.

Strahlende Augen und ein Judo-Diplom zum Mitnehmen

Am meisten berührt hat uns aber etwas anderes: die vielen neugierigen Kinder, die mit leuchtenden Augen auf die Matte liefen, als hätten sie nur auf diesen Moment gewartet. Als Belohnung für ihren Mut gab es ein eigenes „Judo-Diplom“ – samt Einladung zum Probetraining, damit aus dem ersten Funken echte Begeisterung werden kann.

Möglich wurde dieser Tag nur durch den unermüdlichen Einsatz unserer Vereinsmitglieder und freiwilligen Helferinnen und Helfer, die mit Geduld, Energie und ansteckender Begeisterung dafür gesorgt haben, dass alles rundlief. Dafür ein herzliches Dankeschön!

Gemeinsam stark – das ist Judo

Ein großes Lob geht auch an unsere Partner vom Bezirk München, den Bayerischen Judo-Verband und alle beteiligten Vereine. Die Zusammenarbeit hat wieder einmal hervorragend funktioniert – ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie viel unsere Judo-Gemeinschaft bewegen kann, wenn alle an einem Strang ziehen.

Wir hoffen von Herzen, dass alle, die an diesem Tag zum ersten Mal auf der Matte standen, Feuer gefangen haben und Lust bekommen haben, tiefer in diesen faszinierenden Sport einzutauchen. Die ersten Anfragen für Probetrainings sind bereits bei uns eingetrudelt – und wir können es kaum erwarten, bald viele neue Gesichter in unserem Dojo willkommen zu heißen!

Zum Schluss ein herzliches Dankeschön: an das Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München für die Organisation und an alle Besucherinnen und Besucher – ihr habt diesen Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht!

Rückkehr nach Altenfurt – Gold und Silber beim Toni-Kraus-Gedenkturnier

Toni-Kraus-Gedenkturnier U15 Ergebnisse.

Turniere, um Erlerntes umzusetzen, gehören zum Pflichtprogramm der Wettkampfförderung. Das Toni-Kraus-Gedenkturnier ist solch eine Veranstaltung. An diesem Wochenende sammelten Etienne und Stanislav dort Erfahrung, Gold und Silber.

Manche Turniere sind mehr als nur Wettkampf. Das Toni-Kraus-Gedenkturnier in Altenfurt ist eines davon. Seit mehreren Jahren richtet der TSV Altenfurt die Veranstaltung zu Ehren von Toni Kraus aus, der 1972 gemeinsam mit ein paar Weggefährten die Judoabteilung des Vereins ins Leben rief. Ein Turnier mit Geschichte – und für Samurai München (wieder) ein Pflichttermin.

Zuletzt waren wir 2023 dabei, damals noch mit der U13. Nun war es Zeit für die Rückkehr – diesmal mit der U15.

Trainingsmaßnahme mit Ernstcharakter

Etienne und Stanislav befinden sich mitten in der Vorbereitung auf die großen Turniere der Saison. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – stand Altenfurt in unserem Wettkampfkalender. Denn was bringt das Training, wenn es nicht irgendwann auf der Matte bewiesen werden muss? Das Toni-Kraus-Turnier bot genau die richtige Bühne: Neuerlerntes unter echtem Wettkampfdruck erproben.

Eine Bewährungsprobe – und beide haben sie bestanden.

Etienne: Der neue Wurf entscheidet

Gleich im ersten Kampf wartete mit Matijy Federov vom TSV Jahn ein starker Gegner. Lange hielten sich die beiden in Schach – bis Etienne kurz vor dem Ende die entscheidende Aktion setzte: ein tief ausgeführter Tai Otoshi, frisch einstudiert, perfekt platziert. Der Wurf saß. Der Kampf war entschieden.

Was folgte, war eine souveräne Vorstellung. Die weiteren Gegner hatten an diesem Tag wenig entgegenzusetzen. Am Ende stand Gold – verdient und eindrucksvoll.

Stanislav: Kämpferherz bis zur Silbermedaille

Auch Stanislav zeigte sich in starker Verfassung. Zwar wollte der neue Wurf an diesem Tag noch nicht so fallen wie erhofft – doch Stanislav ließ sich davon nicht beirren. Mit konsequenter Kampfweise und unbedingtem Siegeswillen kämpfte er sich Runde für Runde nach vorne. Das Ergebnis: Platz 2 und eine verdiente Silbermedaille.

Ein Blick zurück: Altenfurt 2023

Mit Gold und Silber im Gepäck verlief dieses Jahr deutlich erfolgreicher als noch vor drei Jahren. 2023 war das Turnier eine andere Geschichte: Unter 21 Teilnehmern holte Georg Zorev in der U13 den dritten Platz – der einzige Podestplatz des Tages. Jonas Breitbart, Marlon Heydenreich und Lukas Schaefer, der damals noch im Orangegurt antrat, konnten sich nicht platzieren.

Eine Ausnahme bildete David Coloma: Trotz Erkältung lieferte er eine beeindruckende Vorstellung ab und kämpfte sich auf Platz 5 – ein Ergebnis, das unter diesen Umständen fast mehr wert war als eine Medaille.

Altenfurt 2026: Die Reise hat sich gelohnt.

Ludovica dominiert die U13 in Bayern

Mit dem Titel Bayerische Meisterin im Judo setzt Ludovica Sali vom Judoclub Samurai München in der Altersklasse U13 ein deutliches Zeichen ihrer Dominanz. Für ihre drei Finalkämpfe – anfangen bei der Münchner über die Südbayerischen bis zur Bayerischen Meisterschaft benötigte sie jeweils nur knapp 30 Sekunden.

Was Ludovica in dieser Wettkampfsaison der U13 ablieferte, war nichts weniger als eine Machtdemonstration. Vom ersten Kampf auf der Münchner Meisterschaft bis zum letzten auf der Bayerischen war sie schlicht nicht zu stoppen – keine einzige Niederlage, kein einziger Rückschlag.

Dabei weiß man, wie hart der Weg dorthin sein kann. Im vergangenen Jahr musste sie sich auf der Südbayerischen noch mit dem dritten Platz begnügen, bevor sie sich auf der Bayerischen Einzelmeisterschaft letztlich doch noch die Goldmedaille sicherte. Erkämpft, hart und mit Charakter.

Doch was 2025 noch Zittern bedeutete, war 2026 pure Dominanz. So holte sie sich in Mitterfels auf der diesjährigen Südbayerischen überlegen Gold. Und zur Bayerischen am 21. März 2026 in Ingolstadt verwies sie ihre Gegnerinnen allesamt auf die hinteren Plätze.

Am Eindrucksvollsten zeigt sich das in einer schlichten Zahl: Addiert man alle ihre Kampfzeiten von der Münchner bis zur Bayerischen Meisterschaft zusammen, kommt man auf kaum mehr als 6 Minuten. Sechs Minuten, um sämtliche Konkurrentinnen der Gewichtsklasse bis 36 kg in die Schranken zu weisen. Sechs Minuten für dreimal Gold und den Titel Münchner Meisterin.

Liste zur Südbayerischen Einzelmeisterschaft der U13

Liste zur Bayerischen Einzelmeisterschaft der U13

Münchner U13-Meisterschaft im Judo

Acht KämpferInnen, große Momente und eine Münchner Meisterin. Die Bezirks-Meisterschaft der U13 war für uns lehrreich und erfolgreich. Nächster Halt: Südbayerische U13.

Es gehört zur Tradition, etwa eine Woche nach den Faschingsferien die Münchner Meisterin im Judo wie auch den Münchner Meister zu küren – und das in verschiedenen Gewichtsklassen in der Altersgruppe U13. Mit acht Kindern waren wir beim MTV München mittendrin statt nur dabei.

Eines vorweg: Den größten Jubel löste Ludovica aus. Mit scheinbarer Leichtigkeit dominierte sie jeden ihrer Kämpfe und holte sich in der Gewichtsklasse bis 36 kg den Meistertitel – souverän, schnell und ohne jeden Zweifel verdient. In derselben Klasse kämpfte sich Milana mit großer Disziplin auf den Silberrang, und Sofia Krüger lieferte bei ihrem offiziellen Wettkampfdebüt eine starke Vorstellung – Platz 5 beim ersten echten Turnier, das kann sich mehr als sehen lassen!

Trainingsfleiß mit Silber belohnt

Auch bei den Jungs gab es Grund zum Feiern: Justus Heilmann, der als Sparringspartner für Etienne taktisch und technisch gewachsen ist, kämpfte sich mit Bravour bis ins Finale und sicherte sich Silber. Moritz brachte einen beeindruckenden Links-Hüftwurf auf die Matte – in einem Kampf entschied er damit sofort. Die nötige Konstanz, diese Waffe immer abzurufen, wird mit weiterer Wettkampferfahrung kommen. Gleiches gilt für Jonas Brandl, der gegen routiniertere Gegner noch Lehrgeld zahlte, aber wertvolle Erfahrungen mitnimmt.

Rostylav Artyshenko traf in der Klasse bis 40 kg auf ein besonders hartes Teilnehmerfeld – er hielt sich wacker und zeigte, dass mit ihm in Zukunft zu rechnen ist. Emmanuel Harlin, der wie Moritz ebenfalls zu den hervorragenden Linkskämpfern zählt, rundete das Ergebnis mit Platz 7 ab. Im ersten Jahr in der U13 tat er sich mit den größeren Gegnern noch etwa schwer.

Internationales Preisgeld-Turnier : Samurai München behauptet sich in Wien

Zum internationalen Judo-Spektakel, dem Karuna-Preisgeldturnier in Wien reiste Samurai München mit vier KämpferInnen an. Die Bilanz: Bronze für Etienne und spektakuläre Kämpfe.

Wien wurde am vergangenen Wochenende zum Epizentrum des europäischen Jugend-Judos. Das hochkarätig besetzte Karuna Judoturnier lockte die Elite der Nachwuchskämpfer in die österreichische Hauptstadt. Da es sich um ein begehrtes Preisgeldturnier handelte, war das Niveau entsprechend hoch und die Hallenatmosphäre elektrisierend.

Ein Feld der Spitzenklasse

Das Turnier unterstrich seinen internationalen Ruf durch ein beeindruckendes Teilnehmerfeld. Die besten jugendlichen Judokas aus Nationen wie Polen, Serbien, Bulgarien, der Tschechischen Republik, der Ukraine, den Niederlanden, Ungarn und Italien reisten an, um sich mit den Lokalmatadoren aus Österreich zu messen. In dieses Starterfeld schickte Samurai München vier seiner vielversprechendsten Talente auf die Matte: Hannah, Etienne, Stanislav und Andrij.

Mit sehr harten Bandagen wurde in Wien gekämpft – denn Würger, Hebel und Drop-Würfe werden vom Kampfgericht ausdrückloch geduldet.

Die Ergebnisse im Detail

  • Etienne sichert sich Bronze: In einem technisch extrem anspruchsvollen und physisch fordernden Umfeld bewies Etienne Nervenstärke. Er kämpfte sich konsequent durch die Vorrunden und belohnte seine starke Leistung am Ende mit einem hervorragenden 3. Platz. Ein Podiumsplatz bei dieser internationalen Konkurrenz ist ein deutliches Ausrufezeichen.
  • Stanislav dominiert in der Massenbesetzung: Besonders beeindruckend war die Herausforderung für Stanislav. In seiner Gewichtsklasse traten unglaubliche 52 Kämpfer an. Stanislav ließ sich von der schieren Masse nicht beirren und schaffte es, sich über drei Runden gegen internationale Gegner durchzusetzen – eine beachtliche Ausdauerleistung in einem der größten Pools des Turniers.
  • Top-10 Platzierung für Hannah: Auch Hannah zeigte, dass sie zur erweiterten Spitze gehört. In hart umkämpften Duellen sicherte sie sich den 7. Platz und bewies damit, dass Samurai München auch auf internationalem Parkett absolut konkurrenzfähig ist.
  • Andrij sammelt wertvolle Erfahrung: Andrij komplettierte das Team und stellte sich mutig der starken Konkurrenz, was einen wichtigen Baustein für seine weitere sportliche Entwicklung bei Samurai München darstellt.

MeisterIn des Vereins 2025

Pokale, soweit der Blick reicht. Die Vereinsmeisterschaften von Samurai München sind das Highligt für unsere Judokas – immerhin können der Nachwuchs wie auch die Profis dort zeigen, was sie während der Trainings gelernt haben.

Schon die Menge der Pokale, die man auf unserer Vereinsmeisterschaft sich verdienen kann, ist beeindruckend. Jedes Jahr bieten wir die Möglichkeit, in einem internen Turnier erste Wettkampferfahrungen zu sammeln. Und der Spass steht dabei im Vordergrund – neben dem Willen, auch gewinnen zu wollen. Immerhin durfte die ganze Familie, Verwandschaft und Freunde mit dabei sein. Somit war die Halle am 23. November 2025 von 9:30 bis 16:00 bestens besucht.

Dabei hat Yvonne, die wie auch in den Jahren zuvor das Turnier federführend organisiert hat, die Wettkämpfe in drei Zeitzonen aufgeteilt, um die knapp 100 Judoka zügig durchs Turnier zu führen. Gleich zu Beginn waren die Jüngsten am Start, gefolgt von der U11 bis zum Abschluss dann die Jugend um die begehrten Pokale kämpften.

Hohes Niveau schon bei den Minis

Wie professionell dabei schon die Jüngsten – manche Judokas waren erst 4 Jahre alt – ihre Judowürfe ansetzten, zeigten bereits die ersten Begegnungen. In den zwei Minuten, in denen bis zum Ippon gekämpf wurde, zeigten die Kinder alle Techniken, die sie im Laufe der Trainings gelernt haben. Manche gut, manche hervorragend. Mit dem Alter und der Erfahrung stieg dann auch die Qualität der Kämpfe – bis zum Finalkampf unserer aktuellen bayerischen MeisterInnen.

An dieser Stelle gratulieren wir den Vereinsmeistern und den Vereinsmeisterinnen und wünschen eine spannende Wettkampfsaison 2026. Ein besonderer Dank gilt aber auch allen Helfern, die beim Mattenaufbau, bei der Betreuung, beim Kampfrichtern, am Kampfrichtertisch, als Sanitäter und an unserer Kuchen- und Kaffeebar mitgeholfen haben. Vor allem aber auch an Monika, die mit Nähmaschine bewaffnet, wieder Aufnäher angenäht hat.

Judo-Safari am Buß und Betttag

Am 19. November findet die beliebte Judo-Safari bei Samurai München statt. Alle Judoka, Freunde und Klassenkameraden bis 14 Jahre dürfen mitmachen und Punkte sammeln. Als Belohnung winkt ein Schwarzer Panther.

Ganz ohne Leistungsdruck, dafür aber mit einer Menge Spass und Abenteuer, werden wir am 19. November 2025, Buß- und Bettag, ab 15:00 wieder die beliebte Judo-Safari durchführen. Dieser vielseitiger Wettbewerb des Deutschen Judo-Bundes (DJB) für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre, ist in den drei Kategorien unterteilt. Freunde, Klassenkameraden und auch Kinder anderer Vereine sind ebenfalls herzlich eingeladen.

Das Ziel ist es, möglichst viele Punkte in den folgenden drei Disziplinen zu sammeln:

  1. 🥋 Judo-Wettkampf – z. B. Randori oder kleine Wettspiele auf der Matte.
  2. 🏃‍♂️ Leichtathletik-Teil – meist Laufen, Springen oder Werfen.
  3. 🎨 Kreativteil – Basteln, Malen oder Gestalten rund ums Thema Judo.

Je nach erreichten Punkten bekommen die Kinder am Ende ein Tierabzeichen – vom Gelben Känguru bis zum schwarzen Panther.

Jetzt gleich zur Judo-Safari anmelden

AdlerCup: Frankfurter Meistersuche

Das internationale Jugendtunier im Judo, der AdlerCup in Frankfurt, gehört zur Königsdisziplin junger Judokämpfer und Kämpferinnen. In diesem Jahr war Samurai München erstmals vor Ort.

Eines der anspruchsvollsten Judoturniere in Deutschland für die Jugend fand am vergangenen Wochenende in Frankfurt am Main statt. Der internationale Adlercup wird heuer in seiner 9. Auflage ausgerichtet und zieht, wie in diesem Jahr, rund 1600 Judokas aus allen Teilen Europas an. Schon im Vorfeld war also klar, dass eine Teilnahme dort enormes Könnes erfordert. In dem sehr starken Umfeld konnte sich Etienne kämpferisch relativ gut behaupten.

So traf er am Samstag in der U13 bis 31 Kg in seiner ersten Begegnung gleich auf Vadim Borodiy vom belgischen Judo Club Ninove, der später bis ins Halbfinale alle Gegner problemlos auf die Matte legte. Da hatte er mit Etienne schon wesentlich größere Probleme. Trotz guter Ansätze, verlor er den Kampf. In seiner zweite Begegnung musste sich Etienne dann gegen Rustam Kolikov, Judo Club Wermelskirchen, durchsetzen, um in der Trostrunde nicht auszuscheiden.

Ärgerliche Entscheidung des Kampfgerichts

Leider scheiterte er, obwohl weil er seinem Gegner überlegen war. Zwar gelang es Kolikow gleich zu Beginn eine Wertung (Wazari) für sich zu erzielen, Etienne aber dominierte danach und erzielt eine kleine Werung (Yuko) und konnte seinen Gegner kurz vor Ende der Kampfzeit noch mit einen Haltegriff kontrollieren. Leider entschied das Kampfgericht im Anschluss, dass der Haltegriff zeitgleich mit Schlusszeichen stattfand und deshalb nicht gewertet wurde. Damit blieb die U13 ohne Erfolg.

Der Samstag zeigte, wie schwierig es noch ist, sich international durchzusetzen – auch als amtierender bayerischer Meister. Der Sonntag sollte in der U15 noch herazsforderner werden. Denn nun musste er in der Gewichtsklasse bis 34 Kg antreten. Obschon Etienne mit nur 30 Kg gegen wesentlich schwerere Gegener antreten musste, konnte ihn der Hamburger Samuel Garzon Jimenez, der später den dritten Platz belegte, erst nach Ende der drei Minuten Kampfzeit und nur durch einen Wazari-Vorsprung besiegen.

Erfolg beginnt im Kopf

Das Etienne sich an diesem Tag derart stark behaupten konnte, lag vor allem an seiner mentalen Stärke, die er rechtzeitig vor dem Kampf abrufen konnte. Das zeigte sich dabei vor allem in der zweiten Runde. Innerhalb einer Minute besiegt er den Niederländer Dominic Kebel (Beueler Judo-Club) mit einem Seoi Nage. Im dritten Kampf allerdings musste er sich dem späteren Dritten, Alexander Deutsch vom JC Bieitgheim, geschlagen geben.

Deutsch zeigte dabei eindrucksvoll, wie viel Kraft vier Kilo Gewichtsunterschied in der Profiklasse ausmacht. Mit einem Griff zog er Etienne zum Soei Nage zur Gegenseite auf sich, und warf ihn bereits sechs Sekunden nach Kampfbeginn auf die Matte