Alle Beiträge von Andreas Burkert

Münchner U15: Gold und Silber hart erkämpft

Dieser Weg war kein Einfacher. Obschon sich alle StarterInnen bei der Münchner U15 am Sonntag für die Südbayerische in Moosberg an der Isar qualifiziert haben, setzte die starker Münchner Konkurrenz unseren KämpferInnen ziemlich zu.

Neun Judokas von Samurai traten bei der diesjährigen U15-Einzelmeisterschaft in Garching an, um sich für die Südbayrische Einzelmeisterschaft an diesem Samstag zu qualifizieren. Eines vorweg; es war kein gewöhnlicher Durchmarsch – ungewöhnlich stark war das Teilnehmerfeld. Dass am Ende dennoch alle die direkte Qualifikation erreichten, lag unter anderem am Willen zu gewinnen. 

Besonders beeindruckend zeigten sich die Mädchen von Samurai München, die mit zwei herausragenden Ergebnissen für die ersten Höhepunkte des Tages sorgten. Die größte Überraschung – oder vielmehr Bestätigung ihrer starken Form – lieferte Ludovica: Obwohl sie altersmäßig noch in der U13 hätte starten können, setzte sie sich in der U15 souverän durch und holte den Titel Münchner JudoMeisterin 2026. 

Gold und Silber für die Damen

Im finalen Kampf beendete sie den Kampf gegen die Großhadererin Liebl bereits nach wenigen Augenblicken für sich. Eine beeindruckende Vorstellung, die zeigt, welches Potenzial in der jungen Kämpferin steckt. Nicht weniger bemerkenswert war der Auftritt von Hannah. Mental bestens auf ihre starke Gegnerin aus Großhadern vorbereitet, lieferte sie sich ein enges Duell, das erst im Golden Score und letztlich durch Kampfrichterentscheid zu ihren Ungunsten ausging. 

Am Ende stand Platz zwei zu Buche – ein Ergebnis, das Hannahs Leistung keineswegs schmälert. Im Gegenteil: Sie bewies, dass sie auch der stärksten Konkurrenz Bayerns auf Augenhöhe begegnen kann. Ein Wiedersehen der beiden Kontrahentinnen ist nicht ausgeschlossen – das nächste Aufeinandertreffen könnte es allerdings frühestens im Finale der Südbayerischen Meisterschaft geben.

Jungs unter erschwerten Bedingungen

Nicht nur die Mädchen, auch die Jungs von Samurai München hatten es an diesem Tag mit einem starken Teilnehmerfeld zu tun – traten aber routiniert auf und holten eine Reihe bemerkenswerter Leistungen. Die größte Überraschung liefert dabei Jonas. Nach langer Wettkampfpause zurückgekehrt, ließ er sämtlichen Mitbewerber in seiner Klasse bis 55 Kg keine Chance und holte sich ungeschlagen den Titel Münchner Meister 2026.

In derselben Gewichtsklasse trat auch Stanislav an und überzeugte über weite Strecken des Turniers. Erst im Kampf um den Finaleinzug musste er sich seinem Vereinskollegen Jonas geschlagen geben – im Kampf zog er sich eine leichte Schulterverletzung zu. Eine starke Vorstellung, die zeigt, wie souverän die Athleten in dieser Klasse aufgestellt sind. Lukas Lugani und Lukas Schaefer und ihren jeweils speziellen „Kampfstrategien“ schafften es bis ins Finale vor, mussten sich dort jedoch ihren Gegnern geschlagen geben und sicherten sich Silber.

Etienne musste sich mit Bronze zufriedengeben – und das, obwohl er technisch überzeugte. Seine Gegner hatten ihn offenkundig im Vorfeld genau analysiert und hielten ihn während der Kämpfe konsequent auf Distanz. Für eine Enttäuschung sorgte eine Entscheidung: Sein eintrainierter Seoi Nage wurde vom Kampfgericht nicht gewertet, da Etienne den Wurf nach Ansicht der Kampfrichter aus dem Knien heraus ausgeführt hat. In der Folge verlor er nach Golden Score durch Kampfrichterentscheid – knapper geht es kaum.

Auch Jakob erreichte am Ende Rang drei, zeigte dabei aber mit zwei Siegen stabil in der Klasse +66 kg. Gegen einen kampfgewichtigen, rund 80 Kilogramm schweren Gegner fand er an diesem Tag jedoch kein Mittel.

Für Leonardo lief es hingegen nicht nach Wunsch: Gesundheitlich angeschlagen ging er in den Wettkampf und musste sich in beiden Kämpfen geschlagen geben. Am Ende stand für ihn Platz fünf.

Scheine für Vereine

Im vierten Jahr sind wir dabei – diesmal könnt Ihr bei Rewe, bei Toom und bei Nahkauf Scheine für Vereine sammeln. Einfach nett an der Kasse fragen und die Scheine uns zuordnen. Knacken wir den Rekord von 5000 Scheinen bis zum 10. Oktober 2026?

Scheine für Vereine

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Charaktersport Judo

Endlich wieder Judo – morgen, 15. September 2026, schnell die Matten aufgebaut – dann Warmlaufen und Rangeln und Raufen. Wer Judo ausprobieren möchte – einfach beim Trainer melden.

Wer auf der Suche nach dem idealen Sport für seine Kinder ist, der kommt am Judo nicht vorbei. Immerhin ordnet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Judo als eine herausragende Sportart für die umfassende körperliche und gesundheitliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ein.

Damit bietet das Ende der Sommerferien nun den perfekten Einstieg in diesen faszinieren Sport. Das erste Training für Kinder ab zehn Jahre beginnt bereits morgen (15. September 2026) – meldet Euch einfach spontan beim Trainer zum kostenlosen Probetraining an.

Die weiteren Trainingszeiten für Kinder ab etwa vier Jahre und für die Erwachsenen findet Ihr hier. Neben dem Training in der Hohenzollernstr. 142 bieten wir für Kinder und die Jugend am Dienstag und Donnerstag ab 16:30 in der Auenstr. 19 (Judo mitten in München) an.

-> Trainingszeiten Hohenzollernstr. 142

-> Trainingszeiten Auenstr. 19

Das Judotraining für Erwachsene findet montags, dienstags und mittwochs in der Hohenzollernstr. 142 statt. 

Körperliche & motorische Entwicklung für Kinder

  • Ganzheitliche Schulung: Judo beansprucht den gesamten Körper symmetrisch. Es fördert Koordination, Gleichgewicht, Flexibilität und Raumorientierung besser als viele einseitige Ball- oder Laufsportarten.
  • Knochen- und Herz-Kreislauf-Gesundheit: Studien zur WHO-Empfehlung zeigen, dass regelmäßiges Judotraining die Knochendichte fördert, die Fettmasse reduziert und das Herz-Kreislauf-System von Kindern nachhaltig stärkt.
  • Fallschule als Schutzfaktor: Das Erlernen des sicheren Fallens (Ukemi) schützt Kinder auch abseits der Matte (z. B. beim Radfahren oder auf dem Spielplatz) vor schweren Sturzverletzungen.

Psycho-soziale & mentale Aspekte

  • Gewaltprävention & Aggressionsabbau: Trotz des körperlichen Zweikampfs wirkt Judo aggressionshemmend.Kinder lernen, ihre Kraft kontrolliert und im Rahmen klarer Regeln einzusetzen.
  • Wertevermittlung & Respekt: Die Werte (Respekt, Höflichkeit, Bescheidenheit, Selbstbeherrschung) sind fest in den Trainingsablauf integriert. Der Partner wird nicht als Gegner betrachtet, den man vernichten will, sondern als Gegenüber, mit dem man gemeinsam wächst.
  • Stärkung des Selbstbewusstseins: Das Bewältigen von Herausforderungen und das schrittweise Aufsteigen über Gürtelprüfungen fördern das Selbstwertgefühl und die mentale Resilienz.

Judo für Erwachsene ist der perfekte Ausgleich

  • Ganzkörper-Workout: Es verbessert Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Core-Stabilität in einer einzigen Trainingseinheit.
  • Mindset & Stressabbau: Wer auf der Matte steht, muss zu 100 % im Moment sein. Der perfekte Kopföffner nach einem langen Arbeitstag.
  • Gemeinschaft: Wir trainieren miteinander, nicht gegeneinander. Der Zusammenhalt in unserer Erwachsenengruppe trägt durch jede Trainingseinheit.

Starke U11 beim Raffa Dama-Turnier

Eine überraschend starke U11 präsentierte sich am Sonntag beim SC Armin, der mit dem Raffa Dama-Turnier eine wunderschöne Plattform für die jungen Judokas aus München und Umgebung bot.

Mit elf TeilnehmerInnen im Alter von 7 bis 10 Jahren waren wir vor Ort und fieberten den ersten Kämpfen unseres Nachwuchses entgegen – für die meisten von ihnen war es die Feuertaufe beim ersten offiziellen Turnier überhaupt.

Einzige Ausnahme: Ilias, der in unserer Jugendligamannschaft bereits zahlreiche Siege eingefahren hat. Doch beim Raffa Dama bekam er es mit starker Konkurrenz zu tun – am Ende blieb ihm Platz zwei.

Die Geschwister-Sensation: Yunes und Theresa

Sein jüngerer Bruder Yunes, mit 7 Jahren und 20 Kilogramm Kampfgewicht einer der jüngsten und leichtesten Teilnehmer im Feld, trat als Anfänger verblüffend abgeklärt auf. Obwohl seine Gegner rund drei Kilo schwerer waren, brauchte er nur wenige gezielte Aktionen, um jeden seiner Kämpfe vorzeitig zu beenden.

Noch schneller ging es nur bei Theresa Sali: Sie fegte ihre Gegnerinnen reihenweise von der Tatami und bewies damit eindrucksvoll, dass sie ihrer großen, überaus erfolgreichen Schwester in nichts mehr nachsteht.

Zitterpartie für Emmanuel Lang

Deutlich schwerer hatte es Emmanuel Lang. In seinem Pool warteten derart starke Kämpfer, dass man – zumindest in dieser Gruppe – kaum noch von einem Anfängerturnier sprechen konnte. Mit Lavrentis Gkounasvili (Großhadern) ging dort jemand an den Start, der sich erst wenige Wochen zuvor beim internationalen Jugendturnier im österreichischen Dornbirn den ersten Platz gesichert hatte.

Und tatsächlich: Gkounasvili setzte sich auch in München souverän durch. Kaum mehr als 30 Sekunden brauchte er, um seine Widersacher mit Karacho auf die Matte zu werfen. Bei Emmanuel aber biss er sich die Zähne aus – der ließ sich von der großen Reputation seines Gegners nicht im Geringsten beeindrucken. Lange stand es unentschieden, und einmal gelang es Emmanuel sogar, den Großhaderner gekonnt auszukontern und zu Boden zu werfen. 

Eine Wertung gab es dafür leider nicht, dafür aber eine Bestrafung wegen Greifens ins Bein – die in der U11 automatisch zu einer kleinen Wertung für den Gegner führt. So knapp kann Judo sein.

Doppelerfolg aus der Auenstraße

In beeindruckend guter Verfassung zeigte sich an diesem Tag Leopold Kefer. Trotz spürbarer Nervosität setzte er seine Gegner von der ersten Sekunde an unter Druck und zwang sie technisch sauber zu Boden. Stoppen konnte ihn am Ende nur Moritz Fischer, sein Vereinskamerad aus der Auenstraße – die beiden teilten sich folgerichtig Gold und Silber.

Für Jean Israel-Becker, ebenfalls aus der Trainingsgruppe Auenstraße, blieb dadurch „nur“ Bronze. Kämpferisch und furchtlos zeigte er sich an diesem Tag aber mindestens ebenso überzeugend wie seine Vereinskameraden.

Premierenglück für Bruno

Ebenfalls furchtlos, obwohl zum allerersten Mal bei einem Judoturnier dabei: Bruno Finzel. Technik und Kampfgeist passten an diesem Tag perfekt zusammen, am Ende sprang Platz zwei heraus. Auch Maximilian Dippel startete hochmotiviert ins Turnier und musste sich in einer gut besetzten Gruppe zwar nicht immer durchsetzen, sicherte sich aber verdient Bronze.

Mit seinem ganz eigenen, sehenswerten Kampfstil ging später auch Laurenz Perner an den Start – ebenfalls zum ersten Mal bei einem Turnier. Mit seinem O-soto-gari dominierte er fast jeden Gegner, bis er ausgerechnet auf Yunes traf, der an diesem Tag eindrucksvoll bewies, wer der wahre Meister der großen Außensichel ist. So musste sich Laurenz mit Silber begnügen.

Der letzte Samurai: Levin holt Bronze

Mit Levin Schurogeilo ging schließlich der „letzte Samurai“ unseres Teams an den Start. In der Gewichtsklasse um die 31 Kilogramm hatte er es an diesem Tag alles andere als leicht und musste sich gegen echte Routiniers aus Großhadern und Unterhaching behaupten.

Gleich im ersten Kampf traf er auf Luka Aphkhazava (Großhadern), der im Frühjahr dieses Jahres bei der U13 immerhin den fünften Platz belegte und den Kampf klar bestimmte. Für einen vorzeitigen Sieg aber leistete Levin geschickten und hartnäckigen Widerstand. Auch gegen Malek Ibrahim vom TSV Unterhaching, der trotz seines jungen Alters bereits große Routine mitbrachte, ließ sich Levin nicht kampflos unterkriegen. Im Duell gegen Grünwald schließlich holte er sich den entscheidenden Punkt – und damit verdient die Bronzemedaille.

Ein starker Tag für unsere Jüngsten – mit mutigen Turnierpremieren, taktischem Feingefühl und zwei echten Geschwister-Highlights an der Spitze. Auf diesem Fundament lässt sich weiterbauen.

Kampfgeist im Glaspalast – 7-7-5 beim ITG Sindelfingen

Das Internationale Judoturnier im Glaspalast (ITG) in Sindelfingen ist einer der großen Fixpunkte im europäischen Nachwuchsjudo – ein Treffpunkt der besten jungen Kämpferinnen und Kämpfer aus halb Europa. In diesem Jahr reichte es für Samurai München zweimal für Platz 7 und einmal Platz 5.

ITG Sindelfingen

Mit rund 2000 Teilnehmenden aus 19 Nationen zählt das Internationale Judoturnier im Glaspalast (ITG) in Sindelfingen zu den größten Nachwuchsturnieren des Kontinents. Dieses fand am 4. und 5. Juli 2026 statt. Wer sich hier durchsetzt, hat sich seinen Platz unter den Besten redlich verdient. Im vergangenen Jahr waren wir dort noch mit der U13 am Start – Etienne und Stanislav konnten seinerzeit jeweils den siebten Platz erreichen.

Um in diesem Jahr die erste Hürde zu nehmen, mussten man sich allerdings rechtzeitig anmelden. Denn die Meldeliste für die U15 war innerhalb weniger Tage voll. Und so zwang eine Warteliste mit mehreren hundert Namen Vanessa – die wir erst später melden konnten – zu der Entscheidung, eine Altersklasse höher anzutreten, in der U18. Furchtlos ging sie an den Start, musste sich aber der Schweizerin geschlagen geben.

Vanessa: Mutiger Aufstieg, frühes Aus

Weil die 52-kg-Klasse so stark besetzt war, wurde mit doppelter K.-o.-Runde gekämpft: Erst wenn ihre Bezwingerin bis ins Poolhalbfinale vordrang, hätte Vanessa in der Trostrunde eine zweite Chance erhalten. Doch das Schicksal spielte nicht mit – die Schweizerin verletzte sich, und beide schieden aus. Ein bitteres Ende für einen mutigen Auftritt.

Der Sonntag hingegen sollte für Ludovica, Hannah, Etienne und Stanislav den Erfolg bringen – und tat es zumindest teilweise. Der Tag begann aber mit einer unliebsamen Überraschung beim Wiegen: Stanislav brachte leichtes Übergewicht auf die Waage und musste erstmals in der 55-kg-Klasse antreten.

Stanislav: Kampfansage trotz Übergewicht

Gegen den entsprechend schwereren Gegner war das eine steile Aufgabe. Dennoch zeigte er im ersten Kampfdrittel starken Einsatz und brachte seinen Gegner mit einem Wurfansatz sogar kurzzeitig in Bedrängnis – ehe dessen Routine den Ausschlag gab. Auch die Trostrunde blieb ihm verwehrt, da sein Bezwinger kurz vor dem Halbfinaleinzug gegen Jakob Raith verlor.

Etienne: Im Untergewicht zurück in die Erfolgsspur

Mit seinen 31 Kilogramm blieb der Gewichtsunterschied zur 34-kg-Klasse für Etienne weiterhin eine Hürde. Das zeigte sich schon im Auftaktkampf gegen Maximilian Peters (Beueler Judoclub): Erst kurz vor Schluss gelang ihm mit einem tief angesetzten O-Soto-Gari ein Yuko. Gegen Nils Rücker (Kim-Chi Wiesbaden) musste er sich anschließend am Boden geschlagen geben – zum ersten Mal seit sehr langer Zeit.

Mit 31 Kg holte sich Etienne Platz 7 in der 34-kg-Klasse

Die Trostrunde brachte mit dem Niederländer Romeo Marree einen echten Prüfstein. Zunächst tat sich Etienne schwer, ihn in den Griff zu bekommen – bis ihm ein über die Gegenseite angesetzter Sode-Nage ein Wazari einbrachte. Kurz darauf setzte er mit seiner Außensichel-Variante noch eine weitere kleine Wertung nach und zeigte damit klar seine Überlegenheit.

Im Kampf um Platz 5 wartete mit Samuel Garzon (Judo-Gemeinschaft Sachsen) ein technisch exzellenter Gegner, der in Sindelfingen nur dem späteren Turniersieger Alexander Rodionov unterlegen war. Etienne konnte dessen Angriffe lange geschickt abwehren – bis Garzon kurz vor Schluss doch noch ein Yuko gelang. Wie schon im Vorjahr in der U13 beendete Etienne das Turnier auf Platz 7.

Hannah: Mental stark, knapp am großen Wurf vorbei

Hannah reiste diesmal mental bestens vorbereitet an – und es zahlte sich zunächst aus: Im ersten Kampf bezwang sie die Niederländerin Lotte Kasteel (Bushi Arnhem) mit einem Yuko. Im zweiten Kampf musste sie sich nach knapp zwei Minuten der Erfurterin Sara Landgraf geschlagen geben – dabei hatte sie ihren Uchi-Mata bereits perfekt angesetzt; nur ein letzter Zug am Ärmel hätte für den Punktgewinn gereicht.

Hannah holte Platz 7 und Ludovica Platz 5 auf dem ITG in SIndefingen

In der Trostrunde bewies sie dann, wie viel ein konsequent zu Ende geführter Wurf bewirken kann, und sicherte sich den Sieg. Im Kampf um Platz 5 hatte sie erneut die Chance zum entscheidenden Wurf – diesmal mit einer Außensichel gegen Theresa Hönig (TSV Großhadern) –, doch auch hier fehlte im entscheidenden Moment die letzte Konsequenz. In der Schlusssekunde musste sie sich knapp mit Yuko geschlagen geben.

Ludovica: Ippon-Power bis aufs Podest

Während ihre Vereinskolleginnen und -kollegen sich zunächst schwertaten, ließ Ludovica keine Zweifel aufkommen: Ihre erste Gegnerin, Gerta Schäfer (KSV Esslingen), bezwang sie nach nur einer Minute – mit einem so kontrolliert ausgeführten Ko-Uchi-Maki-Komi, dass die volle Wertung (Ippon) fällig war.

Gegen Mathilda Großer (JV Ammerland Münsing) lief es in der zweiten Runde weniger dominant: Ludovica hielt sich bis in den Golden Score, musste sich dort aber geschlagen geben. Zeit zum Grübeln blieb ihr nicht – in der Trostrunde bezwang sie Anne Kreuzer (Armin München) in unter zwei Minuten.

Im Kampf um Platz 3 traf sie mit Mae Houkes (Kenamju) auf eine der stärksten Niederländerinnen des Turniers. Routiniert Wurf um Wurf ansetzend, zwang Houkes Ludovica in die Bodenlage – und nutzte den Moment, in dem diese aufstehen wollte, für einen weiteren Wurf. Eine seltene, aber reglementkonforme Technik, die vom Kampfgericht mit der vollen Wertung honoriert wurde.

Judo erobert den Königsplatz

Seit Jahren begeistert der Judoverein Samurai München beim Sportfestival der Landeshauptstadt München Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Wo sonst können Kinder den Judosport spontan und in einer so tollen Umgebung ausprobieren.

Der Münchner Judoverein auf dem Sportfestival am Königsplatz
Der Nachwuchs, die Profis und Trainerin Yvonne zeigen auf der Hauptbühne, wie spannend Judo ist.

Würfe, Fallübungen und begeisterte Kinder mitten auf dem Königsplatz, umringt von zahlreichen Zuschauern – so haben unsere Judokas am vergangenen Sonntag, den 5. Juli 2025, wieder gezeigt, warum diese japanische Sportart Kinder und Erwachsene gleichermaßen in ihren Bann zieht. Den ganzen Tag über verwandelten unsere TrainerInnen und Kinder die Matte in eine Bühne voller Action, Technik und purer Begeisterung.

Das Sportfestival der Landeshauptstadt München ist dafür jedes Jahr die perfekte Kulisse. Unter dem Motto „Hinkommen. Mitmachen. Dabei sein. Spaß haben. Sport entdecken.“ verwandelte sich der Königsplatz für einen Tag in ein pulsierendes Sportparadies. Über 70 Sportarten kämpften um die Aufmerksamkeit von rund 30.000 Besucherinnen und Besuchern – und mittendrin: unser Judo.

Volle Matte, volles Programm

Von der ersten bis zur letzten Stunde war auf unserer Matte richtig was los: Kinder, Jugendliche und Erwachsene warfen sich mutig in ihren ersten Judoanzug, ließen sich bei Mitmachaktionen mitreißen, staunten über Technikvorführungen und wagten ihre allerersten Fallübungen. Ob Judo-Neuling mit Lampenfieber oder alter Hase mit jahrelanger Matten-Erfahrung: Hier war für jede und jeden etwas dabei.

Der absolute Höhepunkt des Tages: die große Vorführung auf der Hauptbühne. Hier zeigten unsere jüngsten Talente Seite an Seite mit unseren Profis live, mit welcher Präzision und Eleganz Judo-Technik aussehen kann – ein Moment, der dem Publikum spürbar den Atem raubte.

Strahlende Augen und ein Judo-Diplom zum Mitnehmen

Am meisten berührt hat uns aber etwas anderes: die vielen neugierigen Kinder, die mit leuchtenden Augen auf die Matte liefen, als hätten sie nur auf diesen Moment gewartet. Als Belohnung für ihren Mut gab es ein eigenes „Judo-Diplom“ – samt Einladung zum Probetraining, damit aus dem ersten Funken echte Begeisterung werden kann.

Möglich wurde dieser Tag nur durch den unermüdlichen Einsatz unserer Vereinsmitglieder und freiwilligen Helferinnen und Helfer, die mit Geduld, Energie und ansteckender Begeisterung dafür gesorgt haben, dass alles rundlief. Dafür ein herzliches Dankeschön!

Gemeinsam stark – das ist Judo

Ein großes Lob geht auch an unsere Partner vom Bezirk München, den Bayerischen Judo-Verband und alle beteiligten Vereine. Die Zusammenarbeit hat wieder einmal hervorragend funktioniert – ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie viel unsere Judo-Gemeinschaft bewegen kann, wenn alle an einem Strang ziehen.

Wir hoffen von Herzen, dass alle, die an diesem Tag zum ersten Mal auf der Matte standen, Feuer gefangen haben und Lust bekommen haben, tiefer in diesen faszinierenden Sport einzutauchen. Die ersten Anfragen für Probetrainings sind bereits bei uns eingetrudelt – und wir können es kaum erwarten, bald viele neue Gesichter in unserem Dojo willkommen zu heißen!

Zum Schluss ein herzliches Dankeschön: an das Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München für die Organisation und an alle Besucherinnen und Besucher – ihr habt diesen Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht!

Gold und Silber – heiß erkämpft

Das internationale Messeturnier in Dornbirn, im österreichischen Vorarlberg, verlangte vergangenes Wochenende sehr viel von den knapp 500 teilnehmenden Judokas. Mittendrin in der Gluthitze konnten Hannah und Etienne sich dennoch gegen die starke Konkurrenz durchsetzen.

Österreich hat im Judo für die Jugend immer besondere Momente parat – etwa, wenn nach einem missglückten Schulterwurf der Gegner sofort zum Würgegriff (Shime Waza) ansetzt. Für die U14 im Nachbarland gehört diese Möglichkeit, den Partner zur Aufgabe zu zwingen, zum festen Regelwerk. Die deutschen Wettkampfregeln erlauben dies erst ab der U18. Zur Vorbereitung auf das internationale Messeturnier im österreichischen Dornbirn (Vorarlberg) gehörte deshalb auch das ständige Üben der Würgeabwehr zum täglichen Training – mit Erfolg.

Die Versuche, Hannah wie auch Etienne auf diese Weise zu bezwingen, scheiterten allesamt an der starken Bodenarbeit der beiden. So konnten sie ihre Stärken im Stand ausspielen – und das mit großem Erfolg: Beide waren im Stand derart überlegen, dass manche Begegnungen bereits nach kurzer Zeit entschieden waren.

Außensichel nach wenigen Sekunden

Doch neben den hohen Temperaturen gab es auch anspruchsvolle Gegnerinnen und Gegner. Für Hannah endete die Erfolgsserie im letzten Kampf gegen die starke Schweizerin Olivia Tangl aus St. Gallen Gossau. Die Zeit, sich vom intensiven Duell gegen Maria Büchel vom Judoclub Ruggell zu erholen, reichte einfach nicht. Dennoch war der Tag in Dornbirn für sie sehr erfolgreich: Den Kampf gegen Louisa Beck (St. Gallen Gossau) beispielsweise gewann sie überlegen – innerhalb weniger Sekunden mit einem O-Soto-Gari.

Für Etienne dagegen zogen sich die Siege fast immer über die gesamte Kampfzeit hinaus und darüber. Das Duell gegen Marco Tesic vom TSV Unterhaching etwa entschied er erst nach sechs Minuten per Kampfrichterentscheid für sich. Seine zweite Begegnung gewann er kampflos, da sein Gegner nicht antreten wollte. Der darauffolgende Kampf forderte vom jungen Münchner wieder viel ab. Obschon er die Begegnung in allen Belangen beherrschte, konnte Etienne erst kurz vor Kampfende die entscheidende Wertung erzielen.

Zwei Shido aber ein Yuko

Der härteste Brocken stellte scih ihm im letzten Kampf, mit Rafael Tarabrin vom JSV Speyer, entgegen. Gegen den körperlich überlegenden Tarabin fand Etienne lange kein Rezept und wurde im Verlauf mit zwei Shido bestraft. (eine dritte Strafe hätte die Disqualifikation zur Folge gehabt). Also setzte der Münchner nun alles auf eine Karte – erfolgreich. Nur wenige Sekunden vor Ablauf der Zeit, zwang er Tarabrin mit einer tief angesetzten Außensichel zu Boden.

Weil der Gegner nicht vollständig auf die Seite geworfen wurde, entschied das Kampfgericht auf eine kleine Wertung (Yuko). In den verbleibenden 20 Sekunden drehte der Judoka aus Speyer noch einmal richtig auf, konnte aber keine weitere Wertung mehr erzielen.

Rangliste U15 Ingolstadt – Silber, Silber, Gold

Die Rangliste der U15 in Ingolstadt war die Krönung eines ereignisreichen Wochenendes. Am Samstag noch beim Toni Kraus Gedenkturnier in Altenfurt wie auch zur Graduierung zum Braungurt, holten die Drei von Samurai München am Sonntag Silber, Silber, Gold.

Die Drei vom Siegerpodest: Etienne, Stanislav und Lukas (v.l.)

Ranglistenturniere sind für Samurai München weit mehr als Pflichttermine im Wettkampfkalender. Sie sind das Labor, in dem das Erlernte auf die Probe gestellt wird – unter echten Bedingungen, gegen echte Gegner. Die von Oberbayern initiierten und für alle bayerischen Vereine offenen Turniere bieten genau das: die Möglichkeit, Neues zu erproben, Wettkampfroutine aufzubauen und sich weiterzuentwickeln. Am vergangenen Sonntag war Ingolstadt der Schauplatz – und Samurai München war mit vier Athleten dabei: Vanessa Grau (bis 52 kg), Lukas Schaefer (bis 55 kg), Stanislav(bis 50 kg) und Etienne (bis 34 kg).


Vanessa: Mut zur großen Herausforderung

Respekt gebührt Vanessa, die sich bewusst für die stark besetzte 52-kg-Klasse entschied – ein Feld, in dem auch Kaderathletinnen an den Start gingen. Gleich die erste Begegnung war ein Härtetest der besonderen Art: Paula Weber, eine der stärksten Kämpferinnen des Feldes, ließ Vanessa nach nur 23 Sekunden keine Chance.

Doch Vanessa steckte den Rückschlag weg. Im zweiten Kampf gegen Seraphina Schenn deutete sie an, dass sie auch gestandenen Gegnerinnen gefährlich werden kann – bis ein misslungener Angriff das Gleichgewicht kostete und sie im Haltegriff besiegt wurde. Auch gegen Abigail Keidel vom DJK Ingolstadt war letztlich kein Kraut gewachsen.

Und dennoch: Es war erst Vanessas zweiter offizieller Wettkampf – und Platz 7 gegen dieses Niveau ist alles andere als eine Niederlage. Wer so beginnt, hat Zukunft.


Etienne: Silber nach einem Wettkampf voller Wendungen

Etienne hatte es am Sonntag nicht leicht. Im ersten Kampf gegen Alexander Zeiß vom Post SV Bamberg kassierte er mit drei aufeinanderfolgenden Bestrafungen ein Hansoku-make – eine bittere Entscheidung, die einer Disqualifikation entspricht.

Was dann folgte, war ein Lehrstück in Mentalstärke. Etienne schüttelte den Rückschlag ab, bezwang die Kämpfer aus Ingolstadt und Eichstädt souverän – und plötzlich stand er, punktgleich mit zwei weiteren Athleten, vor dem Kampf der Besten. Dort ließ er Mika Frey, der in der Vorrunde ausgerechnet Zeiß besiegt hatte, mit einem sauberen links angesetzten Hüftwurf nach nur einer Minute keine Chance.

Das Finale gegen Zeiß – diesmal war es anders. Etienne ergriff sofort die Initiative, setzte seine Seoi-otoshi-o-soto-gari-Kombination mehrfach an und brachte den Bamberger sogar einmal auf den Rücken. Die Wertung wurde wegen eines angeblich nicht regelkonformen Knieeinsatzes verweigert. Im Golden Score blieb die entscheidende Wertung aus – und das Kampfgericht entschied per Kinsa-Regelung für Zeiß.

Silber – und das nach einer Achterbahnfahrt, die viele aus der Bahn geworfen hätte. Etienne nicht.


Stanislav: Stark im Bodenkampf, Silber verdient

Stanislav startete an diesem Tag mit einem guten Gefühl – das Einwiegen, am Vortag noch ein Kraftakt, verlief diesmal reibungslos. Und das merkte man ihm an. Seinen ersten Gegner, Lollan Thalgott vom JV Ammerland Münsing, ließ er bereits nach anderthalb Minuten keine Chance.

Gegen Luca Haugwitz (TV Miesbach) und Damian Filonov (DJK Ingolstadt) wurde es zäher – doch Stanislav zeigte dabei, was ihn gerade auszeichnet: ein außerordentlich starker Bodenkampf, das selbst routinierte Gegner in Bedrängnis bringt.

Im letzten Kampf war es ein Moment der Unaufmerksamkeit, der den Unterschied machte. Beim Versuch, aus der Bodenlage aufzustehen, schlug Florian Dengler aus Bad Aibling eiskalt zu – Haltegriff, Sieg. Silber für Stanislav. Mit einer Leistung, die Lust auf mehr macht.


Lukas: Von Graduierung zum Braungurt direkt aufs Podest

Einen Tag zuvor hatte Lukas Schaefer noch seine Graduierung zum Braungurt absolviert – keine kleine Sache. Doch statt Erschöpfung zeigte Lukas am Sonntag das genaue Gegenteil: befreit vom Vorbereitungsstress trat er in der Klasse bis 55 kg auf, als wäre nichts gewesen.

Der erste Kampf gegen Ivan Azarov vom TSV Benediktbeurn-Bichl ließ noch etwas Nervosität erkennen – Azarov holte sich einen Wazari. Doch Lukas wuchs in den Kampf hinein, gewann an Selbstvertrauen und entschied die Begegnung kurz vor Ende mit einem Fußwurf.

Was dann folgte, war beeindruckend. Mohamed Ibrahim vom DJK Eichstädt hatte bei Lukas schlicht keine Chance – nach knapp 40 Sekunden war alles vorbei. Lukas Schaefer gewann das Turnier. Gold – und das direkt nach der Braungurtprüfung.


Ein starker Wettkampftag für Samurai München. Zwei Silbermedaillen, eine goldene, und überall das Gefühl: Da ist noch mehr drin.

Rückkehr nach Altenfurt – Gold und Silber beim Toni-Kraus-Gedenkturnier

Toni-Kraus-Gedenkturnier U15 Ergebnisse.

Turniere, um Erlerntes umzusetzen, gehören zum Pflichtprogramm der Wettkampfförderung. Das Toni-Kraus-Gedenkturnier ist solch eine Veranstaltung. An diesem Wochenende sammelten Etienne und Stanislav dort Erfahrung, Gold und Silber.

Manche Turniere sind mehr als nur Wettkampf. Das Toni-Kraus-Gedenkturnier in Altenfurt ist eines davon. Seit mehreren Jahren richtet der TSV Altenfurt die Veranstaltung zu Ehren von Toni Kraus aus, der 1972 gemeinsam mit ein paar Weggefährten die Judoabteilung des Vereins ins Leben rief. Ein Turnier mit Geschichte – und für Samurai München (wieder) ein Pflichttermin.

Zuletzt waren wir 2023 dabei, damals noch mit der U13. Nun war es Zeit für die Rückkehr – diesmal mit der U15.

Trainingsmaßnahme mit Ernstcharakter

Etienne und Stanislav befinden sich mitten in der Vorbereitung auf die großen Turniere der Saison. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – stand Altenfurt in unserem Wettkampfkalender. Denn was bringt das Training, wenn es nicht irgendwann auf der Matte bewiesen werden muss? Das Toni-Kraus-Turnier bot genau die richtige Bühne: Neuerlerntes unter echtem Wettkampfdruck erproben.

Eine Bewährungsprobe – und beide haben sie bestanden.

Etienne: Der neue Wurf entscheidet

Gleich im ersten Kampf wartete mit Matijy Federov vom TSV Jahn ein starker Gegner. Lange hielten sich die beiden in Schach – bis Etienne kurz vor dem Ende die entscheidende Aktion setzte: ein tief ausgeführter Tai Otoshi, frisch einstudiert, perfekt platziert. Der Wurf saß. Der Kampf war entschieden.

Was folgte, war eine souveräne Vorstellung. Die weiteren Gegner hatten an diesem Tag wenig entgegenzusetzen. Am Ende stand Gold – verdient und eindrucksvoll.

Stanislav: Kämpferherz bis zur Silbermedaille

Auch Stanislav zeigte sich in starker Verfassung. Zwar wollte der neue Wurf an diesem Tag noch nicht so fallen wie erhofft – doch Stanislav ließ sich davon nicht beirren. Mit konsequenter Kampfweise und unbedingtem Siegeswillen kämpfte er sich Runde für Runde nach vorne. Das Ergebnis: Platz 2 und eine verdiente Silbermedaille.

Ein Blick zurück: Altenfurt 2023

Mit Gold und Silber im Gepäck verlief dieses Jahr deutlich erfolgreicher als noch vor drei Jahren. 2023 war das Turnier eine andere Geschichte: Unter 21 Teilnehmern holte Georg Zorev in der U13 den dritten Platz – der einzige Podestplatz des Tages. Jonas Breitbart, Marlon Heydenreich und Lukas Schaefer, der damals noch im Orangegurt antrat, konnten sich nicht platzieren.

Eine Ausnahme bildete David Coloma: Trotz Erkältung lieferte er eine beeindruckende Vorstellung ab und kämpfte sich auf Platz 5 – ein Ergebnis, das unter diesen Umständen fast mehr wert war als eine Medaille.

Altenfurt 2026: Die Reise hat sich gelohnt.

Ludovica dominiert die U13 in Bayern

Mit dem Titel Bayerische Meisterin im Judo setzt Ludovica Sali vom Judoclub Samurai München in der Altersklasse U13 ein deutliches Zeichen ihrer Dominanz. Für ihre drei Finalkämpfe – anfangen bei der Münchner über die Südbayerischen bis zur Bayerischen Meisterschaft benötigte sie jeweils nur knapp 30 Sekunden.

Was Ludovica in dieser Wettkampfsaison der U13 ablieferte, war nichts weniger als eine Machtdemonstration. Vom ersten Kampf auf der Münchner Meisterschaft bis zum letzten auf der Bayerischen war sie schlicht nicht zu stoppen – keine einzige Niederlage, kein einziger Rückschlag.

Dabei weiß man, wie hart der Weg dorthin sein kann. Im vergangenen Jahr musste sie sich auf der Südbayerischen noch mit dem dritten Platz begnügen, bevor sie sich auf der Bayerischen Einzelmeisterschaft letztlich doch noch die Goldmedaille sicherte. Erkämpft, hart und mit Charakter.

Doch was 2025 noch Zittern bedeutete, war 2026 pure Dominanz. So holte sie sich in Mitterfels auf der diesjährigen Südbayerischen überlegen Gold. Und zur Bayerischen am 21. März 2026 in Ingolstadt verwies sie ihre Gegnerinnen allesamt auf die hinteren Plätze.

Am Eindrucksvollsten zeigt sich das in einer schlichten Zahl: Addiert man alle ihre Kampfzeiten von der Münchner bis zur Bayerischen Meisterschaft zusammen, kommt man auf kaum mehr als 6 Minuten. Sechs Minuten, um sämtliche Konkurrentinnen der Gewichtsklasse bis 36 kg in die Schranken zu weisen. Sechs Minuten für dreimal Gold und den Titel Münchner Meisterin.

Liste zur Südbayerischen Einzelmeisterschaft der U13

Liste zur Bayerischen Einzelmeisterschaft der U13